Einbeziehung der Zivilbevölkerung
Mehrere Hilfsorganisationen forderten auf der Konferenz eine stärkere Einbindung der sudanesischen Zivilgesellschaft. Die Konferenz bot rund 40 Vertretern lokaler Organisationen eine Plattform zum Austausch. „Es ist wichtig, dass ihnen so viel Geld wie möglich zufließt“, sagte Damjan Vinko vom Norwegischen Flüchtlingsrat (NRC). „Diese Helfer agieren als sogenannte Ersthelfer direkt an der Front und werden leider zunehmend selbst zur Zielscheibe.“ NRC ist in rund 40 Ländern weltweit tätig und stellt Notunterkünfte, Wasserversorgung, sanitäre Einrichtungen und Lebensmittel bereit.
Alain Délétroz, Direktor der Schweizer NGO Geneva Call, hofft auf den politischen Einfluss des Gastlandes Deutschland. „Ich weiß, dass die Bundesregierung mit Nachdruck auf einen Waffenstillstand drängt. Das wäre für uns natürlich ideal. Im Moment hat jede der Konfliktparteien allerlei Gründe, unsere humanitäre Hilfe nicht bei den Menschen ankommen zu lassen, die sie dringend brauchen. Das muss sich ändern – und zwar schnell. Und ich glaube, dass Deutschland hier eine starke Stimme hat.“










