Wichtige Autoneuheiten im Spätsommer

Nach 30 Jahren: Mercedes beerdigt lange Tradition


28.07.2026 – 06:59 UhrLesedauer: 2 Min.

Aufbruch in eine neue Ära: Der Mercedes VLE bricht mit der alten Nutzfahrzeugbasis und soll mit 800-Volt-Ladetechnik neue Maßstäbe setzen. (Quelle: Mercedes-Benz AG – Communications & Marketing photo by Henri Bubeck on behalf of Mercedes-Benz AG)

Mercedes ordnet seine Vans komplett neu und verabschiedet sich vom Handwerker-Image. Auch Audi und Hyundai bringen wichtige Updates für ihre Bestseller auf den Markt. Die anstehenden Neuheiten im Überblick.

Mehr Luxus im Cockpit, neue Technik unter dem Blech – und eine höhere Rechnung beim Händler: Mit den neuen Modellen drängen die Autohersteller ihre Baureihen in Richtung Premiumklasse. Für Käufer bedeutet das vor allem den Abschied von bezahlbaren Basisversionen.

Mercedes VLE: Der Van wird zum Luxus-Pkw

Abschied von der Transporterbasis: Der 5,31 Meter lange Van steht erstmals auf einer reinen Pkw-Plattform. (Quelle: Mercedes-Benz AG – Communications & Marketing photo by Henri Bubeck on behalf of Mercedes-Benz AG)

Der Stuttgarter Autobauer erneuert seine Großraumlimousinen grundlegend. Das Modell VLE löst sich von der Nutzfahrzeugbasis, auf der die V-Klasse seit 1996 aufbaute. Der Wagen ist für Elektro- und Verbrennungsmotoren ausgelegt. Mit dem Start des neuen Modells stellt Mercedes die Produktion des bisherigen EQV ein.

Zur Markteinführung ist der VLE 300 mit Frontantrieb und 200 kW (272 PS) für rund 88.000 Euro erhältlich. Seine 115-kWh-Batterie ermöglicht eine Reichweite von über 700 Kilometern. Per 800-Volt-Technik kann er in 15 Minuten Strom für etwa 320 Kilometer nachladen. Etwas später folgt der Allradler VLE 400 mit 305 kW (415 PS), der deutlich über 90.000 Euro kosten wird. Günstigere Basismodelle ab 67.800 Euro sind für Ende des Jahres angekündigt.

Drei Generationen V-Klasse

Mercedes baut den Van seit 1996 in bisher drei Generationen im spanischen Vitoria. Die erste Version startete mit Frontantrieb, die zweite Generation wechselte 2003 als Viano auf Hinterradantrieb. Seit 2014 läuft die letzte Baureihe vom Band, während die Nutzfahrzeugvariante weiterhin Vito heißt.

Das Betriebssystem MB.OS steuert das Cockpit. Auf Wunsch erstreckt sich eine dreigeteilte Displaywand über das gesamte Armaturenbrett. Im Fond klappt optional ein 80 Zentimeter großer, teilbarer Bildschirm aus der Decke aus. Die Sitze sind leichter, was den Ausbau erleichtert, und lassen sich per App in Liegeposition bringen.

Audi Q4 e-tron: Aufwertung für den Bestseller

Neue Optik und mitdenkendes Licht: Das Facelift bringt dem Elektro-Bestseller ein modernisiertes Gesicht sowie OLED-Heckleuchten, die andere Autofahrer automatisch warnen. (Quelle: TSP)

Audi überarbeitet sein meistverkauftes Elektroauto. Mit dem Facelift rücken der 4,59 Meter lange Q4 e-tron und die Coupé-Variante Sportback optisch näher an die größeren Modelle Q6 und A6 heran. Der Kühlergrill ist nun in Wagenfarbe gehalten. Die neuen OLED-Rückleuchten bieten vier Lichtdesigns und leuchten auf, wenn Fahrzeuge zu dicht auffahren.

In der Mittelkonsole wurde der anfällige Klavierlack durch eine matte Oberfläche ersetzt. Die neue Display-Landschaft („Digital Stage“) bietet auf Wunsch einen zusätzlichen 12-Zoll-Bildschirm für den Beifahrer. Der Sprachassistent nutzt ChatGPT.

Mit neuem Heckmotor und 77-kWh-Akku schafft der Sportback dank verbesserter Aerodynamik bis zu 592 Kilometer Reichweite. Das Basismodell mit 59-kWh-Akku kommt 451 Kilometer weit. Die Allradmodelle dürfen nun 1,8 Tonnen ziehen. Das sind 400 Kilogramm mehr als bisher. Das SUV ist ab 47.500 Euro erhältlich, der Sportback ab 49.450 Euro.

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