Die älteste Fraktion ist die der AfD (50,8 Jahre), die jüngsten sind die der Linken (42,3 Jahre) und Grünen (42,4 Jahre).

Migrationshintergrund

Auch Menschen mit Migrationshintergrund sind nach der Analyse unterrepräsentiert. Im Bundestag sitzen den Angaben zufolge derzeit 73 Abgeordnete (11,6 Prozent) mit Migrationshintergrund. Gemessen am Anteil in der Bevölkerung wären es deutlich mehr: 29,7 Prozent der Bevölkerung haben einen Migrationshintergrund, was sich in 187 Bundestagsabgeordneten niederschlagen würde.

Von den 73 Abgeordneten mit Migrationshintergrund haben 25 einen EU-Migrationshintergrund, 19 einen türkischen, acht einen in Ex-Sowjetrepubliken und 22 einen anderen. Die Fraktion mit dem höchsten Anteil an Abgeordneten mit Migrationshintergrund ist die der Grünen (20 Prozent), den geringsten haben Union (6,3 Prozent) und AfD (5,9 Prozent).

Geschlecht

Frauen sind im Bundestag unterrepräsentiert, analysieren die Autoren: „Je höher die politische Ebene, desto weniger Frauen befinden sich dort.“ Der Frauenanteil im Bundestag liegt bei 32,4 Prozent. 204 von 630 Abgeordneten sind Frauen – 325 müssten es sein, um die 51,6 Prozent Bevölkerungsanteil zu repräsentieren. Die Fraktion mit dem höchsten Frauenanteil ist die der Grünen (61,2 Prozent), der mit Abstand niedrigste findet sich bei der AfD (11,8 Prozent).

Im internationalen Vergleich liegt der Frauenanteil im Bundestag auf Platz 58. In den nationalen Parlamenten der EU-Staaten sind Frauen durchschnittlich mit einem Anteil von 33,4 Prozent vertreten.

Bildung

510 der 630 Bundestagsabgeordneten haben einen Studienabschluss – das entspricht 81 Prozent. Allein der Anteil an studierten Juristen im Deutschen Bundestag (22 Prozent) ist deutlich höher als der Anteil der Menschen mit Studienabschluss an der Gesamtbevölkerung (18,5 Prozent). Akademiker sind stark überrepräsentiert: Repräsentativ wären 117 Abgeordnete mit Studienabschluss.

AfD-Chef Tino Chrupalla: Der Malermeister ist einer der relativ wenigen Abgeordneten ohne Studienabschluss. (Quelle: Markus Lenhardt/dpa/dpa-bilder)

Weniger stark repräsentiert sind dagegen Menschen mit Berufsausbildung als höchsten Abschluss. Ihr Anteil an der Bevölkerung liegt bei 55,9 Prozent, was 352 Abgeordneten entspräche. Im Bundestag sind es aber tatsächlich 257 weniger: 95 Abgeordnete.

Ostdeutsche Sozialisierung

Offizielle Zahlen zur Sozialisierung in Ostdeutschland (ohne Berlin) liegen nicht vor. Nach Angaben der Autoren sind allerdings mindestens 77 der 630 Bundestagsabgeordneten in Ostdeutschland zur Schule gegangen – ein Anteil von 12,2 Prozent. Er liegt damit nur knapp unter dem Anteil der Menschen, die in Ostdeutschland leben (14,8 Prozent).

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