Die Analyse erscheint zu einem Zeitpunkt, an dem die Reformbemühungen bei der Rente ohnehin in vollem Gange sind. Eine von der Regierung eingesetzte Rentenkommission soll bis zum Sommer Vorschläge für eine Reform des Systems vorlegen. Dabei soll auch eine „neue Kenngröße für ein Gesamtversorgungsniveau“ über alle drei Säulen der Altersvorsorge entwickelt werden: gesetzliche Rente, betriebliche Altersvorsorge und private Vorsorge.
Diese Kennzahl soll angeben, wie stark jede Säule zur Altersversorgung beitragen soll. Merz hatte angekündigt, dass sich das Verhältnis dieser Säulen künftig verändern könnte. Die gesetzliche Rentenversicherung werde bestehen bleiben, sagte er, sie werde jedoch „nur ein Baustein eines neuen Gesamtversorgungsniveaus“ sein.
Schon heute veröffentlicht die Bundesregierung zwar eine solche Gesamtgröße. Kritiker bemängeln jedoch, dass sie auf Modellannahmen basiert, die wenig mit der Realität vieler Erwerbsbiografien zu tun haben. So beziehen sich die Berechnungen meist auf den sogenannten Standardrentner, der 45 Jahre lang ununterbrochen zum Durchschnittslohn gearbeitet hat. Viele Menschen erreichen diesen Wert jedoch nicht. Auch wird teilweise angenommen, dass Beschäftigte regelmäßig privat vorsorgen, obwohl dies viele Haushalte finanziell gar nicht können.









