„Lass uns damit Geld verdienen“
Stadion-DJ wehrt sich gegen Pfeif-Vorwürfe
16.10.2026 – 16:01 UhrLesedauer: 2 Min.
Galatasaray wird beschuldigt, beim Spiel gegen Barcelona künstliche Pfeifgeräusche eingespielt zu haben. Der Stadion-DJ weist das zurück und kontert.
Der Stadion-DJ des Istanbuler RAMS Park, Cemil Orhon, hat sich gegen Vorwürfe gewehrt, beim Champions-League-Spiel von Galatasaray gegen den FC Barcelona künstliche Pfeifgeräusche über Lautsprecher eingespielt zu haben. In einem Beitrag beim Kurznachrichtendienst X lieferte er eine Gegendarstellung – und wurde dabei deutlich.
Der Sprecher zeigte sich enttäuscht, dass die Geschichte verbreitet werde, ohne ihn nach einer Stellungnahme zu fragen. „Da sie es nicht für nötig halten, danach zu fragen, möchte ich dir hier eine Antwort geben“, beginnt er sein Statement.
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Auslöser der Debatte waren Videoaufnahmen, die nach der Partie in sozialen Medien kursierten. Darauf sollen Pfeifgeräusche zu hören sein, obwohl die Tribünen des RAMS Park zu diesem Zeitpunkt weitgehend leer gewesen seien. Fans forderten daraufhin eine Untersuchung durch die Uefa. Bewiesen sind die Vorwürfe bislang nicht.
Orhon erklärte auf Social Media, woher die fraglichen Töne seiner Ansicht nach stammten. In der Champions League zeige die Uefa am Spielende Zusammenfassungen der Tagespartien auf der Anzeigetafel – ohne Kommentar, aber mit Originalton.
„Ein Kompliment“ für die Fans
Zu einem Pfeif-Soundeffekt in seinem Archiv äußerte sich Orhon ebenfalls: „In meinem Archiv habe ich einen Pfeif-Effekt aufbewahrt, für den Fall, dass ich ihn eines Tages brauchen sollte – er enthält nicht einmal einen Ton.“

Wer eine entsprechende Audioaufnahme besitze, solle sie vorlegen – das schrieb Orhon mit ironischem Unterton: „Wenn es so eine Audioaufnahme gibt, lass uns damit Geld verdienen – wir verkaufen diese Idee an alle Stadion-DJs weltweit. Wir sind wohl die Einzigen auf der ganzen Welt, die so schlau sind.“
Den Vorwurf selbst bezeichnete Orhon als Angriff auf die eigenen Fans. Die Kurve hätte so etwas niemals geduldet, schrieb er – der Vorwurf bedeute im Kern, nicht die Fans, sondern ein Lautsprecher habe 90 Minuten lang für Stimmung gesorgt. Seinen Abschluss widmete er der Fankurve: Diese Verleumdung sei „ein Kompliment“ für sie.