Nach Sprengkopf-Fund
Sperrung der Strecke Hamburg-Berlin wieder aufgehoben
Aktualisiert am 27.10.2026 – 11:41 UhrLesedauer: 1 Min.
Bei Arbeiten am Bahnhof Müssen werden Munitionsteile aus dem Zweiten Weltkrieg freigelegt. Die Bahnstrecke wird gesperrt – inzwischen gibt es Entwarnung.
Die Sperrung der Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin ist wieder aufgehoben worden. Bei dem am Bahnhof Müssen östlich von Hamburg gefundenen Gegenstand handelte es sich nach Angaben der Polizei um einen Sprengkopf des Typs SAP 60 – ein Munitionsteil aus dem Zweiten Weltkrieg.
Zünder und Sprengstoff der mutmaßlich britischen Luft-Boden-Rakete waren noch vorhanden. Der Kampfmittelräumdienst stellte die Munitionsteile sicher und transportierte sie ab, um sie unschädlich zu machen.
Menschen mussten Häuser verlassen
Auf der Website der Deutschen Bahn war zunächst von der „Entschärfung einer Weltkriegsbombe zwischen Hamburg und Berlin“ die Rede. Eine weiträumige Umleitung des Fernverkehrs wurde vorbereitet. Nach dem Einsatz des Kampfmittelräumdienstes wurde die Sperrung wieder aufgehoben.
Der Gegenstand war bei Bauarbeiten in der Nähe des Bahnhofs Müssen – im Kreis Herzogtum Lauenburg in Schleswig-Holstein gelegen – freigelegt worden. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe teilte mit, das die Anwohner von zwei Straßenzügen in der 1.200-Einwohner-Gemeinde wegen des Bombenfundes ihre Häuser und Wohnungen verlassen mussten. In der Sporthalle wurde eine Notunterkunft eingerichtet.