Wertpapiere statt Tagesgeld

Sparkassen wollen Sparer zu Anlegern machen

Aktualisiert am 18.03.2026 – 15:40 UhrLesedauer: 2 Min.

Sparkassen-Logo (Symbolbild): Die Sparkassen führen inzwischen fast acht Millionen Depots für ihre Kunden. Die öffentlich-rechtlichen Institute sehen aber noch erhebliches Potenzial. (Quelle: Julian Stratenschulte/dpa/dpa-bilder)

Fast 850 Milliarden Euro liegen bei Sparkassen herum – meist ohne Zinsen. Ein neues Angebot soll das ändern und Neobrokern Konkurrenz machen.


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Deutschlands Sparkassen wollen im Stil von Neobrokern mehr Kunden zu Wertpapieranlegern machen und so zugleich Gelder für Investitionen in Europa mobilisieren. „Das politische Interesse in Europa sollte sich stärker darauf richten, europäisches Kapital für europäische Investments zu gewinnen. Da wünschen wir uns mehr den Fokus auf ganz normale Privatanleger“, sagte Ulrich Reuter, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV).

„Wir regen an, gemeinsam neue Modelle für eine Mobilisierung privaten Kapitals für europäische Infrastrukturen zu entwickeln. Und dem mindestens genauso viel Aufmerksamkeit wie einer europäischen Kapitalmarktunion zu schenken“, so Reuter weiter.

Die – in aller Regel unverzinsten – Sichteinlagen bei den 339 Sparkassen erhöhten sich 2025 im Vergleich zum Vorjahr um fast 48 Milliarden Euro auf 845,1 Milliarden Euro. „Gerade in unsicheren Zeiten will man liquide bleiben. Faktisch verliert man damit aber Geld“, sagte Reuter. Der DSGV-Präsident betonte: „Die Kunden sind weder träge noch dumm, sie sind einfach vorsichtig.“

Zwar investierten die Privatkunden der Sparkassen der Jahresbilanz zufolge auch stärker in Wertpapiere wie Fonds und ETFs: Der Nettoabsatz, also Käufe minus Verkäufe, lag mit 18,4 Milliarden Euro deutlich über dem Vorjahresergebnis. Vor allem mit Blick auf das Rekordjahr 2023 sei aber noch Luft nach oben, so Reuter.

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