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Home » Softdrinks und Leberkrebs: Studie findet Zusammenhang zu Limo
Gesundheit

Softdrinks und Leberkrebs: Studie findet Zusammenhang zu Limo

MitarbeiterBy MitarbeiterJuni 10, 2026
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Softdrinks und Leberkrebs: Studie findet Zusammenhang zu Limo

Langzeitstudie zu Softdrink-Konsum

Beliebte Limo-Sorte mit erhöhtem Leberkrebsrisiko verbunden


10.06.2026 – 17:24 UhrLesedauer: 3 Min.

Vergrößern des Bildes

Mehr als 80 Liter Limonade trinkt ein durchschnittlicher Deutscher pro Jahr. Davon sind rund 63 Liter zuckerhaltig. (Quelle: tongpatong/Thinkstock by Getty-Images-bilder)

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In einer großen Analyse fanden Forscher keinen Zusammenhang zwischen Light-Getränken und Leberkrebs. Bei zuckerhaltigen Softdrinks sah es anders aus.

Sind Süßstoffe ungesund oder gar gefährlich? Seit Jahrzehnten wird über die Sicherheit kalorienfreier Zuckeralternativen gestritten. Zuletzt machte das Thema 2023 Schlagzeilen, als die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Süßstoff Aspartam als „möglicherweise krebserregend für den Menschen“ einstufte. Die Bewertung bezog sich allerdings auf eine begrenzte Zahl von Studien und wurde von vielen Experten als Hinweis auf weiteren Forschungsbedarf verstanden – nicht als Beleg für ein konkretes Krebsrisiko im Alltag.

Eine neue Studie liefert nun weitere Daten für die Debatte: Ihren Ergebnissen zufolge stehen künstlich gesüßte Getränke nicht mit Leberkrebs im Zusammenhang. Zuckerhaltige Softdrinks hingegen schon.

Daten von mehr als 1,5 Millionen Erwachsenen ausgewertet

Für die neue Studie analysierten Forscher Ergebnisse von elf großen Langzeitstudien aus den USA und Europa. Insgesamt flossen Daten von 1.518.411 Erwachsenen in die Untersuchung ein. Die Teilnehmer wurden über lange Zeiträume beobachtet, meist rund 18 Jahre.

In dieser Zeit erkrankten 2.811 von ihnen an Leberkrebs. Bei 1.699 lautete die Diagnose „hepatozelluläres Karzinom“, auch Leberzellkrebs genannt. Das ist die häufigste Form von primärem Leberkrebs, also Krebs, der in der Leber entsteht und nicht von anderen Organen streut. Bei 444 der Betroffenen handelte es sich um Gallengangskrebs innerhalb der Leber.

Die Wissenschaftler wollten herausfinden, ob das Erkrankungsrisiko mit dem Konsum bestimmter Getränke zusammenhing. Dazu erfassten sie mithilfe von Ernährungsfragebögen, wie viele zuckerhaltige beziehungsweise künstlich gesüßte Getränke die Teilnehmer konsumierten. Anschließend berechneten sie, ob ein Zusammenhang mit dem späteren Krebsrisiko bestand.

Zuckergetränke schneiden schlechter ab

Das Resultat: Mit jeder zusätzlich konsumierten zuckerhaltigen Getränkeeinheit pro Tag stieg das Risiko für die häufigste Form von Leberkrebs um zehn Prozent. Für Gallengangkrebs innerhalb der Leber lag der Risikoanstieg bei 15 Prozent.

In ersten Berechnungen hatten auch Menschen, die häufiger Light-Getränke zu sich nahmen, ein höheres Leberkrebsrisiko. Dieser Effekt verschwand jedoch, nachdem die Forscher wichtige Einflussfaktoren wie Körpergewicht und Diabetes berücksichtigt hatten. Die Autoren vermuten, dass Menschen mit Übergewicht oder Diabetes öfter Light-Lebensmittel wählen und dadurch frühere Beobachtungen verzerrt worden sein könnten.

Zur Erklärung: Menschen mit Übergewicht oder Diabetes haben ohnehin ein höheres Leberkrebsrisiko. Gleichzeitig greifen sie oft bewusst zu Diät-Produkten, um Zucker und Kalorien zu sparen. Wenn man diese Unterschiede nicht berücksichtigt, kann fälschlicherweise der Eindruck entstehen, dass die Light-Getränke das höhere Krebsrisiko verursachen. Tatsächlich könnte das erhöhte Risiko aber auf das Übergewicht oder den Diabetes zurückgehen.

Das heißt: Laut der Studie besteht kein statistisch belastbarer Zusammenhang zwischen dem Konsum künstlich gesüßter Getränke und Leberkrebs.

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