Kritik in Interview
Nach Knatsch: Krause geht auf Meyer zu
14.08.2026 – 23:57 UhrLesedauer: 2 Min.
Lea Meyers Aussagen nach dem Hindernislauf sorgten für Aufsehen. Nun meldet sich die Europameisterin zu Wort.
Nach dem Finale über 3.000 Meter Hindernis bei der Leichtathletik-EM in Birmingham hat Europameisterin Gesa Krause Verständnis für das umstrittene TV-Interview ihrer Konkurrentin Lea Meyer gezeigt.
„Emotionen gehören zum Sport dazu. Und auch wenn vielleicht das eine oder andere manchmal nicht immer angebracht ist, ist man einfach in so einer Situation, wo das Adrenalin, die Wut, diese ganzen Emotionen hochkommen“, sagte Krause einen Tag nach ihrem dritten EM-Titel in der ARD. Man sage manchmal Dinge, die man vielleicht nicht sagen solle oder die man nach ein paar Stunden anders sehe. Man könne sich „gut in die Augen schauen und wieder an den Start gehen“, betonte Krause.
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Meyer war im Finale am letzten Wassergraben gestürzt. Sie hatte damit eine sicher geglaubte Medaille aus der Hand gegeben und wurde Vierte. Krause hatte sich fast den ganzen Lauf über im Windschatten aufgehalten und war im Schlussspurt an Meyer vorbeigezogen. Olivia Gürth gewann mit Bronze die zweite deutsche Medaille.
Meyer räumte Fehler ein
Unmittelbar nach dem Rennen hatte Meyer im ZDF kritische Worte gefunden. „Ich finde, ich hätte die Medaille verdient“, sagte Meyer im ZDF. Zur Taktik von Krause sagte sie: „Also das ist einem ja bewusst: Gesa will einfach keinen Meter was machen. Die sitzt es aus und rennt da hinten raus.“
Noch in der Nacht äußerte sich Meyer auf ihrem Instagram-Kanal selbstkritisch. Der Zeitpunkt und die Wortwahl seien „nicht passend, unprofessionell und unsportlich“ gewesen, schrieb Meyer bei Instagram. „Gesa ist verdient Europameisterin geworden!!! Sie hat die beste Taktik gewählt und ihre Stärken ausgespielt“, schrieb sie weiter.
Meyer gab eigene Fehler als Ursache für das Ergebnis an. „Ich war im entscheidenden Moment nicht gut genug, habe Fehler gemacht und meine Taktik ist nicht aufgegangen“, schrieb sie bei Instagram. Künftig wolle sie nach emotionalen Rennen die Interview-Zone meiden.