Hunde erziehen

Mit diesen Tipps wird Ihr Welpe stubenrein


Aktualisiert am 04.07.2026 – 20:06 UhrLesedauer: 5 Min.

Hundeerziehung: Um Ihren Hund stubenrein zu bekommen, müssen Sie ihn zur richtigen Zeit loben und tadeln. (Quelle: nadisja/getty-images-bilder)

Welpen können ihren Harndrang in den ersten Lebenswochen physiologisch nicht kontrollieren. Wer das weiß, erzieht seinen Hund entspannter und erfolgreicher.

Damit Ihr Hund stubenrein wird, sollten Sie schon im Welpenalter mit der Erziehung beginnen. In der ersten Zeit brauchen Sie viel Geduld und Nachsicht. Und wenn in der Wohnung ein Missgeschick passiert, bringt Schimpfen Sie nicht zum Ziel. Es kommt auf die richtige Mischung aus Aufmerksamkeit, Geduld und Lob an. Dennoch ist Stubenreinheit eines der ersten Dinge, die ein Welpe lernen sollte.

Hunde verlassen etwa ab der dritten Lebenswoche die Wurfkiste, um außerhalb ihr Geschäft zu verrichten. Sie folgen der Mutter und deren Geruch. Junge Welpen, die bis zu 16 Wochen jung sind, können ihren Harndrang physiologisch aber noch gar nicht halten. Wenn sie müssen, müssen sie – egal, wo sie gerade sind. Dieses Wissen ist wichtig, um dem Hund gegenüber verständnisvoll zu sein.

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Ab wann kann mein Hund stubenrein werden?

Kommt der Welpe mit acht bis zwölf Wochen zu Ihnen nach Hause, ist es theoretisch möglich, ihm die Stubenreinheit beizubringen. Mit etwa vier Monaten kann der Hund seine Blase und den Darm dann etwas länger kontrollieren. Bis dahin können Sie ihn an Plätze gewöhnen, an denen „das Geschäft machen“ erlaubt ist. Hierfür eignen sich beispielsweise entsprechende Unterlagen, die auch im Pflegebereich für bettlägerig Patienten eingesetzt werden, oder spezielle Hundetoiletten. Diese Hilfsmittel sollten Sie jedoch nur solange verwenden, bis der Hund stubenrein ist. Gewöhnt sich Ihr Vierbeiner an die Toilette, kann es Probleme beim Gassigehen geben. Auch sagen einige Experten, dass es für die Entwicklung eines Hunden kontraproduktiv sei.

Es kann Monate dauern, bis der Hund wirklich stubenrein ist. In Ausnahmefällen gelingt dies auch schneller – bringen Sie aber erst einmal viel Geduld mit.

Wie verhalte ich mich am besten?

  1. Seien Sie verständnisvoll: Kommt der Welpe zu Ihnen nach Hause, wird er anfangs noch ängstlich sein. Neue Gerüche und andere Eindrücke überfordern ihn. Die Kontrolle der Blase wird dadurch noch schwerer als ohnehin schon. Auch Freude und Aufregung können ein paar Tröpfchen bedeuten, da der Schließmuskel noch nicht perfekt arbeitet.
  2. Vermeiden Sie Bestrafung: Die Hundenase in den Urin tauchen, den Hund anschreien oder gar schlagen ist kontraproduktiv. Es führt dazu, dass der Hund in Ihrer Gegenwart auch draußen Angst hat, sich zu erleichtern. Möglicherweise sucht er sich dann in der Wohnung einen geheimen Ort.
  3. Seien Sie aufmerksam und geduldig: Nicht jedes Kind lernt gleich schnell – so ist es auch bei Welpen. Beobachten Sie Ihren jungen Hund und lernen Sie an seinem Verhalten, wann er mal muss. Ein Welpe, der auf Toilette muss, bewegt sich entsprechend nervös. Beispielsweise kreist er um einen bestimmten Platz herum oder wirkt so, als würde er etwas suchen.
  4. Schauen Sie auf die Uhr. Ein weiterer Tipp ist es, auf die Uhr zu schauen. So müssen Welpen, die geschlafen, gegessen, getrunken oder gespielt haben etwa zehn bis 20 Minuten danach auf Toilette. Richten Sie sich am besten hiernach aus und gehen Sie mit Ihrem kleinen Hund unter Umständen schon vorher raus.
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