Auswertung enthüllt
Trotz Spritpreisbremse: Viele Tankstellen erhöhen nach 12 Uhr die Preise
Aktualisiert am 08.05.2026 – 08:34 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Spritpreisbremse sollte das Auf und Ab an den Zapfsäulen eindämmen. Doch besonders in Süddeutschland werden viele Preisaufschläge nach Mittag registriert.
Mit der sogenannten Spritpreisbremse wollte die Bundesregierung mehr Transparenz an Tankstellen schaffen. Seit dem 1. April dürfen Tankstellen Benzin- und Dieselpreise nur noch einmal täglich erhöhen – und zwar um 12 Uhr mittags. Danach sind bis zum nächsten Tag nur noch Preissenkungen erlaubt. Eine neue Auswertung der App „mehr-tanken“ zeigt nun jedoch zahlreiche Verstöße gegen diese Regel. „Auto Motor und Sport“ berichtete.
Zwischen dem 29. April und dem 6. Mai wurden demnach bundesweit 2.390 Preiserhöhungen nach 12.30 Uhr registriert. Die halbe Stunde nach Mittag wurde dabei als Kulanzzeit berücksichtigt, um technische Ungenauigkeiten auszuschließen. Betroffen waren demnach 777 Tankstellen. Das entspricht 4,6 Prozent der insgesamt 16.963 deutschlandweit erfassten Stationen. Im Durchschnitt stiegen die Preise dabei um 7,7 Cent pro Liter.
Besonders häufig traten die Verstöße laut Auswertung in Süddeutschland auf. Bayern führt die Statistik mit 543 registrierten Fällen an. Dort waren 186 Tankstellen betroffen – 6,2 Prozent aller erfassten Stationen im Bundesland. Dahinter folgen Baden-Württemberg mit 413 Verstößen und Nordrhein-Westfalen mit 358 Fällen. In Niedersachsen wurden 342 Verstöße registriert.
In Oberbayern lag der Anteil betroffener Tankstellen bei 10,7 Prozent. Insgesamt wurden dort 301 Verstöße gezählt. Auch in Rheinhessen-Pfalz, der Oberpfalz sowie im Raum Weser-Ems lagen die Quoten über dem bundesweiten Durchschnitt.
Auf Ebene einzelner Städte und Landkreise stechen München und sein Umland besonders hervor. In der Stadt München waren 17 von 135 Tankstellen betroffen. Noch höher lagen einzelne Landkreise im Umfeld, darunter Fürstenfeldbruck, Traunstein oder Mühldorf am Inn.
In Berlin und Hamburg wurden dagegen vergleichsweise wenige Verstöße registriert. In Berlin lag die Quote bei 0,6 Prozent, in Hamburg bei 0,4 Prozent. Allerdings fiel in Berlin die durchschnittliche Höhe einzelner Preisaufschläge mit knapp 19 Cent pro Liter vergleichsweise hoch aus.










