Experten mahnen zur Vorsicht
Das ist der meistgetrunkene Alkohol in Deutschland
20.04.2026 – 17:17 UhrLesedauer: 3 Min.
Die Deutschen trinken weniger Alkohol als früher, aber noch immer zu viel. Ein aktueller Bericht zeigt, wie viel Bier, Wein und Spirituosen pro Kopf konsumiert werden und welche Risiken das birgt.
Der Konsum alkoholischer Getränke bleibt in Deutschland auf einem hohen Niveau. Das zeigt der aktuelle Jahresbericht der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS). Demnach trinken die Menschen hierzulande im europäischen Vergleich überdurchschnittlich viel Alkohol – trotz leichter Rückgänge in den vergangenen Jahren.
Im Jahr 2024 lag der Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland bei 115 Litern alkoholischer Getränke. Dazu zählen Bier, Wein, Schaumwein und Spirituosen, also hochprozentige Getränke wie Schnaps oder Wodka. Auch den Verbrauch der einzelnen Getränke analysierten die Experten in ihrem Jahresbericht:
Zum Vergleich: Im Jahr 2005, also etwa vor zehn Jahren, lag der Pro-Kopf-Verbrauch alkoholischer Getränke noch bei 144,5 Litern. In dieser Zeit tranken die Deutschen etwa 115 Liter Bier, knapp 20 Liter Wein, vier Liter Schaumwein und knapp sechs Liter Spirituosen.
Rechnet man diese Menge in reinen Alkohol um, ergibt sich laut den Suchtmedizinern ein durchschnittlicher Konsum von rund elf Litern pro Person. Damit ist der Alkoholkonsum deutlich niedriger als vor zehn Jahren (12,1 Liter). Dennoch bleibt Deutschland ein sogenanntes Hochkonsumland. Das bedeutet, dass die Bevölkerung im internationalen Vergleich besonders viel Alkohol trinkt. Der europäische Durchschnitt liegt bei knapp neun Litern reinem Alkohol pro Kopf – Deutschland liegt also deutlich darüber.
Der hohe Alkoholkonsum hat Folgen für die Gesundheit. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) steht Alkohol mit bis zu 200 Krankheiten in Verbindung. Dazu zählen unter anderem Fettleber, Schäden am Gehirn, Herzmuskelerkrankungen und verschiedene Krebsarten. In Deutschland lassen sich jedes Jahr etwa 44.000 Todesfälle auf Alkoholkonsum zurückführen und wären demnach vermeidbar.










