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Home » So viel AfD-Nähe hält der FDP-Chef für vertretbar
Politik

So viel AfD-Nähe hält der FDP-Chef für vertretbar

MitarbeiterBy MitarbeiterJuni 10, 2026
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So viel AfD-Nähe hält der FDP-Chef für vertretbar

FDP-Chef bei „Maischberger“

Kubicki würde Stimmen der AfD akzeptieren – „selbstverständlich“


Aktualisiert am 10.06.2026 – 01:44 UhrLesedauer: 4 Min.

Vergrößern des Bildes

Wolfgang Kubicki (FDP, Archivbild): Annäherung seiner Partei an die AfD? (Quelle: IMAGO/dts Nachrichtenagentur/imago)

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Wolfgang Kubicki erklärt bei „Maischberger“, was hinter der Brandmauer mit der AfD machbar wäre. Wolfgang Grupp hat nichts gegen Alice Weidel.

Wolfgang Kubickis Wahl zum FDP-Parteivorsitzenden wurde von Warnungen überschattet, die Liberalen könnten sich unter ihm der AfD annähern. Bei „Maischberger“ präzisierte Kubicki am Dienstagabend nun, wie viel Nähe er für vertretbar hält. Stimmen der AfD für einen FDP-Antrag würde er im Landtag akzeptieren – selbst wenn das Vorhaben nur dank der AfD-Unterstützung realisierbar wäre. „Ja, selbstverständlich“, sagte Kubicki und nannte es „absurd“, etwa den Bau eines Krankenhauses daran scheitern zu lassen.

Die Gäste

  • Wolfgang Kubicki, FDP-Bundesvorsitzender
  • Wolfgang Grupp, Unternehmer
  • Iris Sayram, Journalistin (ARD-Hauptstadtbüro)
  • Susanne Gaschke, Journalistin („Neue Zürcher Zeitung“)
  • Marcel Reif, Sportjournalist

Wenn demokratische Parteien Anträge nicht mehr stellen würden, weil die Gefahr bestehen könnte, dass die AfD zustimmt, würden sie von den Menschen nicht mehr ernst genommen, warnte Kubicki. Hinter dieser „Verweigerung von Auseinandersetzung“ werde die AfD immer stärker.

„Maischberger“: FDP + AfD?

Eine Zusammenarbeit oder gar Koalition mit der AfD sei aber ausgeschlossen, betonte der neue FDP-Chef bei „Maischberger“: „Keine gemeinsamen Anträge – machen Sie sich keine Gedanken.“ Er könne nicht mit Leuten koalieren, die aus der EU oder der Nato austreten wollten und damit Deutschlands Sicherheit gefährdeten. Oder mit Menschen, laut denen das größte Glück darin bestehe, in einer „Volksgemeinschaft“ aufzugehen.

„Wir müssen in einer Demokratie mit allen sprechen“, forderte am Ende dieser Ausgabe von „Maischberger“ auch der Unternehmer Wolfgang Grupp. Ein Fake-Bild, das den ehemaligen Trigema-Chef mit AfD-Chefin Alice Weidel zeigte, hatte vor einiger Zeit für Aufsehen gesorgt. „Ich meine, ich habe nichts gegen Frau Weidel“, erklärte Grupp. Es sei aber Aufgabe des Rechtsstaates, hier einzuschreiten und zu verhindern, dass durch KI-manipulierte Bilder Leute „kompromittiert“ würden. Im deutschen Rechtsstaat sei aber mittlerweile der Anständige der Dumme.

Grupp erzählte in der Talkshow freimütig, wie er in den 80er Jahren einem CDU-Landtagskandidaten zum Wahlsieg verholfen hatte. Aus dem CDU-Kreisverband Sigmaringen habe ihn damals die Bitte erreicht, „ob ich nicht ein paar Mitarbeiter in die CDU bringen könnte, damit die den Kandidaten durchkriegen. Da habe ich gesagt: Das ist für mich kein Problem. Wenn ich meine Mitarbeiter um etwas bitte, dann tun die das.“

Grupp ließ sich von CDU einspannen

Binnen acht Tagen hatte Grupp nach eigenem Bekunden 120 Beschäftigte zu CDU-Mitgliedern gemacht. Der Kandidat wurde auch mithilfe ihrer Stimmen gewählt. Maischberger lachte ob des freimütigen Bekenntnisses, doch Grupp betonte: „Da bin ich stolz.“ Er selbst sei zwar auch in die CDU ein-, aber sofort wieder ausgetreten. Denn nachdem Kritik an seiner Rolle aufgekommen sei, habe ihn der Kreisverband nicht unterstützt.

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