Studie enthüllt
Wie Hunde das Raumklima belasten können
24.02.2026 – 16:22 UhrLesedauer: 2 Min.
Forscher haben untersucht, wie sich Hunde auf die Raumluft auswirken. Die Ergebnisse überraschen, besonders bei großen Tieren.
Haustiere bereichern das Zusammenleben. Dem wird wohl jeder Tierbesitzer zustimmen. Wenn man nach einem langen Arbeitstag die Haustür öffnet und von Hund, Katze und Co. begrüßt wird, geht es einem gleich besser.
Allerdings gibt es auch einige negative Aspekte der Tierhaltung. Etwa die Haare, die wirklich überall sind. Und Forscher fanden nun heraus, dass Hunde sogar die Luftqualität in Wohnungen verändern können. Die Studie dazu wurde kürzlich in der Fachzeitschrift „Environmental Science & Technology“ der American Chemical Society veröffentlicht.
Den Erkenntnissen der Wissenschaftler zufolge geben Hunde erhebliche Mengen an Gasen, Feinstaub und Mikroorganismen in die Raumluft ab. Besonders große Hunde stoßen deutlich mehr Kohlendioxid, Ammoniak, Bakterien und Pilze aus als kleine Hunde.
Für die Untersuchung führten Forschende in einer speziellen Klimakammer kontrollierte Experimente mit kleinen und großen Hunden durch. Gemessen wurden unter anderem CO2, Ammoniak, flüchtige organische Verbindungen (VOCs), ultrafeine Partikel sowie Bakterien und Pilze.
Besonders interessant: Bei Vorhandensein von Ozon – einem in Innenräumen vorkommenden Reizgas – entstanden zusätzliche chemische Reaktionsprodukte. Die Forschenden vermuten, dass menschliche Hautfette beim Streicheln auf das Hundefell übertragen werden. Reagieren diese mit Ozon, bilden sich neue flüchtige Stoffe sowie winzige Nanopartikel.
Allerdings produzierten Hunde selbst weniger dieser ozonbedingten Stoffe als Menschen. Grund dafür dürfte die unterschiedliche Zusammensetzung der Hautlipide sein: Anders als beim Menschen enthält Hundehaut kein Squalen, das besonders reaktionsfreudig ist.
Auch die Zusammensetzung der Luftmikroben veränderte sich deutlich, sobald Hunde im Raum waren. Die Zahl und die Vielfalt von Bakterien und Pilzen nahmen zu. Besonders große Hunde brachten typische Hautbakterien sowie Umweltkeime in die Luft ein.
Welche gesundheitlichen Folgen das hat, lässt sich laut Studie derzeit nicht abschließend bewerten. Frühere Untersuchungen deuten darauf hin, dass Hunde im Haushalt sowohl schützende als auch belastende Effekte haben können, etwa im Zusammenhang mit Allergien oder Asthma.
Die Autoren betonen, dass Haustiere bislang kaum in Strategien zur Bewertung der Innenraumluft berücksichtigt werden. Dabei zeigen die Daten, dass Hunde – je nach Größe – Schadstoffe in vergleichbarem oder sogar höherem Ausmaß freisetzen können als ein erwachsener Mensch.











