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Home » So stark unterscheiden sich die Kosten nach Träger
Wirtschaft

So stark unterscheiden sich die Kosten nach Träger

MitarbeiterBy MitarbeiterJuli 30, 2026
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So stark unterscheiden sich die Kosten nach Träger

Doch während die privaten Heimbetreiber die niedrigsten reinen Pflegekosten aufweisen und auch bei den Kosten für Unterbringung und Verpflegung günstiger sind, liegen sie bei den Investitionskosten vorn. Hierunter fallen die Ausgaben des Betreibers für das Gebäude, also für Miete, Bau sowie Instandhaltung.

Private Pflegeheime haben höchste Investitionskosten

Dies führen die Studienautoren darauf zurück, dass Pflegeheime in privater Trägerschaft im Schnitt deutlich jünger sind. So sind kommunale Pflegeheime im Schnitt 1972 errichtet worden, gemeinnützige Heime wurden im Schnitt im Jahr 1986 erbaut. Bei privaten Heimen ermittelten die Studienautoren jedoch das Jahr 1995 als das durchschnittliche Erbauungsjahr. Da die Baukosten über die Jahre aufgrund zusätzlicher Standards und Anforderungen gestiegen und die Kosten bei moderneren Heimen häufig noch nicht vollständig abgeschrieben sind, fallen hier für die Bewohner in der Regel höhere Investitionskosten an.

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Gleichzeitig zeigt die Studie, dass private Pflegeheimbetreiber für die Versorgung der Pflegebedürftigen eine immer größere Rolle einnehmen. So sind zwischen 2021 und 2025 insgesamt netto 28.568 neue Pflegeheimplätze entstanden – auf private Betreiber entfallen dabei mit 20.100 rund 70 Prozent. Während bei den gemeinnützigen Trägern 7.587 neue Plätze entstanden, waren es bei kommunalen Einrichtungen nur 81.

In einer weiteren Untersuchung hatte pflegemarkt.com ermittelt, dass die Investitionskosten bei Pflegeheimen, die in den vergangenen zehn Jahren erbaut wurden, um rund 50 Prozent höher ausfallen als in Altersheimen, die älter als 40 Jahre sind.

Pflegebedürftige müssen mit steigenden Eigenanteilen rechnen

Doch trotz Unterschieden bei den Kosten müssen Heimbewohner trägerübergreifend mit steigenden Eigenanteilen rechnen. „Unter den steigenden Kosten leiden Bewohnerinnen und Bewohner, Angehörige und Träger aller Formen“, schreiben die Autoren. Dies könnte sich durch die geplante Pflegereform noch verschärfen. So plant die Bundesregierung laut aktuellem Gesetzesentwurf, die Heimzuschüsse zum Eigenanteil langsamer ansteigen zu lassen als bisher.

Immer häufiger müssten Heimbewohner auf Sozialhilfe zurückgreifen, da sie aus eigenen Mitteln die Eigenanteile nicht mehr bezahlen können. Damit verschiebe sich die finanzielle Belastung von den Pflegebedürftigen auf die Kommunen und damit letztlich auf die Steuerzahler. „Reformen, die ausschließlich die Pflegeversicherung entlasten, lösen dieses Problem daher nicht zwangsläufig“, bemerken die Autoren. Entscheidend sei vielmehr die Frage, wie die Pflege effizient organisiert, ausreichend finanziert und mit der notwendigen Infrastruktur ausgestattet werden könne.

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