Fokus liegt auf den Stadtteilen

Wie es in Düsseldorf sauberer werden soll

17.08.2026 – 15:59 UhrLesedauer: 3 Min.

Mitarbeiter der Awista bei der Arbeit: Die Stadtspitze möchte, dass es in Düsseldorfer sauberer wird. (Quelle: Lasse Rotthoff)

Seit 2020 baut Düsseldorf seine Sauberkeitsoffensive schrittweise aus. Nun stehen die Quartiere im Mittelpunkt – mit mehr Behältern, neuer Technik und Kontrollen.

Düsseldorf soll sauberer werden. Oberbürgermeister Stephan Keller hat dafür die Weiterentwicklung der Stadtsauberkeitsoffensive vorgestellt. Unter dem Motto „Stadtsauberkeitsoffensive 2026: Fokus auf die Stadtteile“ präsentierte er gemeinsam mit Umweltamtsleiter Stefan Ferber neue Maßnahmen für alle 50 Stadtteile.

Ein Schwerpunkt der Offensive liegt auf dem Erscheinungsbild in den Stadtteilzentren und an den Rheinbahn-Haltestellen. Rund 50 ältere grüne Hängebehälter wurden dort gegen neue graue Modelle mit Motivaufklebern ausgetauscht. Häufig trägt dieser den Slogan „Aschenbecher inklusive“, da achtlos weggeworfene Zigarettenkippen an Haltestellen ein verbreitetes Problem darstellen.

Ferner läuft seit Juli 2026 der Austausch von 600 grünen Hängebehältern mit 50 Litern Fassungsvermögen gegen neue graue Behälter mit 63 Litern. Die neuen Behälter tragen Aufkleber im roten Design mit weißer Schrift und Aufschriften wie „Teamwork“, „Danke“ oder „Hundetoilette inklusive“.

Stadtsauberkeit in Düsseldorf soll erhöht werden

Der seit 2022 eingesetzte handgeführte Müllsauger „Glutton“ (englisch für „Vielfraß“) hat Verstärkung bekommen. Ein zweites Gerät ist nun ebenfalls im vierzehntägigen Wechsel in den Stadtteilzentren aller zehn Bezirke unterwegs und entfernt Kleinstabfälle wie Zigarettenkippen und Kronkorken.

In allen zehn Stadtbezirken wurden insgesamt 60 Abfallbehälter mit speziellen Deckeln ausgestattet, die den Einwurf von Pizzakartons ermöglichen. Hintergrund ist, dass unzureichend gefaltete Kartons Behälteröffnungen versperren oder auf den Behältern abgelegt werden und so zusätzlichen Müll verursachen.

Umweltamtsleiter Stefan Ferber sagte: „Damit bauen wir das Pilotprojekt aus 2025 weiter aus, bei dem elf Standbehälter des silbernen Modells ‚Tara‘ in der Altstadt mit entsprechenden Deckeln versehen wurden. Die cleveren Deckel wirken, wie wir festgestellt haben, und führen zu weniger ‚Abfallverstopfung‘.“

Mülltonnen mit einem Schlitz für Pizzakartons: Das Pilotprojekt wird ausgebaut. (Quelle: Lasse Rotthoff/Stadt Düsseldorf)

Awista entfernt in Düsseldorf häufiger Wildkraut

Seit Anfang 2026 hat der Dienstleister Awista die Kapazitäten für die Wildkrautentfernung um 20 Prozent erhöht. Die Stadt weist darauf hin, dass sich ein vollständig bewuchsfreies Erscheinungsbild kaum gewährleisten lasse, da Wildkraut bei wechselhaften Wetterlagen schnell nachwachse.

Seit dem ersten Juliwochenende 2026 sind Promotionteams an sonnigen Samstagen auch an stark frequentierten Rheinbahn-Haltestellen unterwegs. Sie informieren über die richtige Entsorgung von Zigarettenkippen und geben bei Bedarf „Taschenascher“ aus. Rund 7.400 Abfallbehälter im öffentlichen Straßenraum verfügen bereits über eine Aschervorrichtung. Das sogenannte „Kippen schnippen“ kann übrigens mit einem Verwarngeld von mindestens 50 Euro geahndet werden.

Mülltonnen in Düsseldorf: Mit Slogans sollen sie dazu beitragen, dass die Stadtsauberkeit steigt. (Quelle: Lasse Rotthoff/Stadt Düsseldorf)
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