230 zusätzliche Mitarbeiter

Strom, Gas, U-Bahn: Stadtwerke rüsten für die Wiesn auf

25.08.2026 – 09:00 UhrLesedauer: 2 Min.

Wegweiser zum Trinkwasser (Archivbild): Seit drei Jahren gibt es auf der Wiesn kostenlose Trinkwasserbrunnen. (Quelle: IMAGO/imago)

In weniger als einem Monat beginnt wieder die Wiesn. Die Stadtwerke sind mit ihren Vorbereitungen auf Kurs.

Die Stadtwerke München (SWM) und die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) haben ihre Vorbereitungen für das 191. Oktoberfest weitgehend abgeschlossen. Wie die SWM am Montag (24. August) mitteilen, wurden seit Ende Juni Stromleitungen verlegt, Trafos eingerichtet und Zelte sowie Schausteller ans Gasnetz angeschlossen.

Auch bei U-Bahn, Bus und Tram ist man vorbereitet. Ein eigens eingerichtetes Team für Großveranstaltungen koordiniert zusätzliche Fahrer und Extrafahrten rund um das Festgelände.

9.000 Extrafahrten zur Theresienwiese

Der Ansturm auf das Festgelände macht zwar jährlich Schlagzeilen, doch die Menschenmassen machen sich vor allem im ÖPNV bemerkbar. Besonders beansprucht sind dabei die U-Bahnlinien U3, U6, U4 und U5, die zum Sendlinger Tor beziehungsweise Hauptbahnhof und Theresienwiese fahren. Auch die umliegenden Buslinien werden von den Tausenden Besuchern am Tag stark frequentiert.

Die SWM-Taskforce vor der Bavaria: Das Team für „Kurzzeit- und Großveranstaltungen“ hatte viel zu tun. (Quelle: SWM/Astrid Schmidhuber)

Kein Wunder also, dass sich die Verkehrsbetriebe dafür rüsten wollen. Geplant wird mit 230 zusätzlichen Fahrern, Busse, U-Bahnen und Tram sollen bis zu 9.000 Extrafahrten zurücklegen. 30 zusätzliche Mitarbeiter kümmern sich zudem um die Reinigung und Instandhaltung.

Strom und Gas auf der Wiesn

Auf dem Festgelände selbst gibt es indes fast eine eigene Infrastruktur. 62 Kilometer Kabel, 16 oberirdische und drei unterirdische Trafostationen sowie 160 Verteilerschränke versorgen die Wiesn mit Strom. Das soll gewährleisten, dass die Festzelte, Fahrgeschäfte und Schausteller alle genügend Strom für den Betrieb und Beleuchtung bekommen. Laut der Mitteilung werden insgesamt drei Millionen Kilowattstrom verbraucht, das entspricht knapp 15 Prozent des Bedarfs der Landeshauptstadt – pro Tag.

Laut SWM beziehen alle öffentlichen Bereiche sowie die Wirte, Schausteller und Kaufleute auf dem Festgelände Strom aus erneuerbaren Energien. Zwei Drittel, so die Stadtwerke, zahlen einen freiwilligen Aufpreis, um damit den Ausbau der erneuerbaren Energien zu unterstützen.

Kostenloses Trinkwasser am Festgelände

Ohne fossile Brennstoffe kommt das größte Volksfest der Welt jedoch nicht aus: Für die Gastronomie gibt es daher einen Anschluss an das Gasnetz der Stadt. Die Stadtwerke rechnen damit, dass die Bierzelte und Hendlbratereien so viel wie 180 Münchner Haushalte verbrauchen werden.

Kostenlose Trinkwasser-Zapfstelle auf dem Oktoberfest (Archivbild): Das Wasser liefern die Münchner Stadtwerke. (Quelle: IMAGO/imago)
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