Golf-Nachfolger
VW wagt den radikalsten Umbau seiner Konzerngeschichte
10.03.2026 – 15:40 UhrLesedauer: 3 Min.
Während VW die Kosten drückt, arbeiten Techniker an der riskantesten Wette der Konzerngeschichte. Sie betrifft das Herzstück der Marke. Und verändert alles, was wir bisher über Deutschlands wichtigstes Auto wussten.
Hinter VW liegt ein schwieriges Jahr. Der Konzerngewinn halbierte sich nahezu auf rund sieben Milliarden Euro. Zwar blieb der Umsatz mit etwa 322 Milliarden Euro stabil, doch hohe Kosten belasteten die Rendite. Für 2026 hofft der Konzern deshalb auf eine leichte Erholung.
Um wieder stärker zu wachsen, setzt Wolfsburg auf eine Produktoffensive. Im Mittelpunkt stehen zwei neue Elektromodelle, mit denen die Marke verloren gegangene Kunden zurückgewinnen will. Gleichzeitig arbeitet der Konzern an einem der wichtigsten Projekte seiner Geschichte: dem elektrischen Nachfolger des Golf.
Einer der wichtigen Neustarts ist der ID. Polo. Das kompakte Elektroauto markiert zugleich den Beginn einer neuen Design- und Technikgeneration.
Der Wagen ersetzt den klassischen Polo mit Verbrennungsmotor nicht, sondern ergänzt das Modellangebot. Trotz seiner kompakten Länge von 4,05 Metern soll er dank der Elektroplattform mehr Kofferraumvolumen bieten als ein herkömmlicher VW Golf.
Im Innenraum kehren zudem klassische Bedienelemente zurück. Echte Regler und Tasten ersetzen die viel kritisierten Touch-Slider. Das neue Infotainment-System ist vollständig vernetzt und unterstützt mehr als 100 Apps.
Je nach Batteriegröße liegt die Reichweite zwischen rund 300 und 400 Kilometern. Die Basisversion soll unter 25.000 Euro kosten.
Zweites Standbein der Offensive ist der ID.Cross. Das elektrische Mini-SUV basiert technisch auf dem ID.Polo, soll langfristig aber den heutigen T-Cross ersetzen. Mit einer Länge von 4,16 Metern bleibt der Wagen kompakt und stadttauglich, wirkt durch sein bulligeres Design jedoch deutlich präsenter.
Im Innenraum setzt VW auf eine freundlichere Gestaltung mit helleren Farben und hochwertigeren Stoffoberflächen. Ein praktisches Detail ist der zusätzliche Stauraum unter der Fronthaube, in dem sich Ladekabel oder kleinere Gegenstände verstauen lassen.
Das Topmodell soll mit einem 211-PS-Frontmotor und einem 53-kWh-Akku eine Reichweite von rund 420 Kilometern bieten.










