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Home » So können Sie beim Tanken gegen den Teuer-Trend steuern
Mobilität

So können Sie beim Tanken gegen den Teuer-Trend steuern

MitarbeiterBy MitarbeiterAugust 19, 2026
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Fachmann erklärt simplen Fehler

Hohe Spritpreise: Autofahrer tragen Mitschuld


19.08.2026 – 07:12 UhrLesedauer: 2 Min.

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Preisvergleich macht Druck: Viele Autofahrer achten kaum auf den Literpreis und nehmen Tankstellen damit den Grund, billiger zu werden. (Quelle: IMAGO/Rolf Poss)

An der Zapfsäule zählen ein paar Cent pro Liter. Für die Branche können daraus Milliarden werden. Eine Auswertung zeigt, warum Sprit derzeit auffällig teuer bleibt.

Autofahrer zahlen seit dem Ende des Tankrabatts wieder deutlich mehr. Das war zu erwarten. Auffällig ist aber: Laut einer Auswertung der FH Münster liegen die Preise höher, als Rohölpreis und Steuern allein erklären. Darüber berichtet die „Welt“.

Der Ölpreis erklärt nicht alles

Johannes Schwanitz von der FH Münster untersucht seit fast 25 Jahren Spritpreise und Margen. Seine aktuelle Auswertung zeigt deutliche Ausreißer an den Zapfsäulen.

Normalerweise folgen Spritpreise dem Ölpreis recht genau. Hinzu kommen Steuern, Wechselkurse, Transportkosten und Margen. Seit Juli fällt der Aufschlag jedoch ungewöhnlich hoch aus. Für Schwanitz ist das laut der „Welt“ ein Hinweis auf wachsende Margen. Möglich wird die Entkopplung aber unter anderem auch, weil wenige große Anbieter den Markt prägen.

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Der öffentliche Druck ließ nach

Von Mai bis Juni senkte die Bundesregierung die Steuern auf Benzin und Diesel um rund 17 Cent pro Liter. In dieser Phase wurde der Rabatt weitgehend an die Kunden weitergegeben. Medienberichte, Ifo-Auswertungen und öffentliche Kontrolle erhöhten den Druck auf die Konzerne.

Nach dem Ende des Rabatts stiegen die Preise sprunghaft. Danach blieben sie hoch.

Die Auswertung liefert Kritikern aus SPD und Verbänden neue Argumente. Sie werfen den Konzernen überhöhte Gewinne vor und fordern eine Übergewinnsteuer. Greenpeace schätzt die Übergewinne für den Zeitraum von März bis Juli auf fast vier Milliarden Euro.

Die Branche hält dagegen: Der Wirtschaftsverband verweist auf gestiegene Großhandelspreise, höhere Raffineriekosten und Transportprobleme. Kritiker halten diese Erklärung jedoch nur für einen Teil der Wahrheit.

Bereits im April zeigte sich ein ähnlicher Effekt. Damals trat die sogenannte 12-Uhr-Regel in Kraft: Seitdem dürfen Tankstellen ihre Preise nur noch einmal täglich um 12 Uhr erhöhen. Preissenkungen bleiben jederzeit möglich.

In den ersten Tagen stiegen die Aufschläge deutlich. Nach kurzer Zeit beruhigte sich der Effekt wieder.

Tanken wie die Ösis: Ein etabliertes Modell soll die unzähligen Preissprünge an deutschen Zapfsäulen beenden.Vergrößern des Bildes
Tanken wie in Österreich: Das Modell soll die unzähligen Preissprünge an deutschen Zapfsäulen beenden. (Quelle: IMAGO/Wolfgang Undesser)

Auch Weltmarkt und Rhein treiben die Preise

Die aktuelle Preisentwicklung hat auch globale Gründe. Der Iran-Krieg und Sorgen um die Straße von Hormus belasten laut Marktberichten den Weltmarkt. Hinzu kommt Russlands Angriffskrieg auf die Ukraine: Nach Angriffen auf Raffinerien wurden Exporte von Kraftstoffen eingeschränkt. Das entzieht dem Weltmarkt einen Teil des benötigten Nachschubs, was die Preise antreibt.

Auch die Raffineriemargen stiegen stark. Ende Juli kletterte die rechnerische Marge auf ein Allzeithoch von mehr als 72 Dollar pro Barrel. Sie misst, wie lukrativ es ist, aus Rohöl Benzin und Diesel zu machen.

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