Ungewöhnliche Fundstücke

Siemens gibt Standort auf – und versteigert Inventar


03.08.2026 – 23:48 UhrLesedauer: 1 Min.

Siemens-Standort Nürnberg-Moorenbrunn: Das Inventar aus den Bürogebäuden wird aktuell online versteigert. (Quelle: IMAGO/Ardan Fuessmann/imago)

Ein Siemens-Standort wird zur Fundgrube für Schnäppchenjäger: Der Konzern versteigert sein komplettes Inventar. Knapp 1.400 Gegenstände kommen unter den Hammer.

Nach mehr als 40 Jahren macht Siemens den traditionsreichen Standort Moorenbrunn am südöstlichen Stadtrand Nürnbergs dicht. Die Beschäftigten sind schon ausgezogen. Zurück bleibt die Einrichtung: Rund 1.400 Gegenstände aus den Räumlichkeiten werden derzeit online versteigert.

Angeboten wird ein bunter Mix aus Möbeln, technischen Geräten und Alltagsdingen: von Bildschirmen über Kücheneinrichtungen bis zu Tassen und Zimmerpflanzen. Versteigert wird das Ganze über die Plattform Restlos.com. Zahlreiche Posten starteten bei einem Euro Verkaufspreis, einige haben bislang keine bis wenige Gebote.

Telefon-Doppelkabinen im Angebot

Unter den Gegenständen befinden sich auch Kuriositäten. So fallen zwischen all der Büroausstattung zwei Lose besonders auf: Nummer 1072 und 851 sind beides Telefon-Doppelkabinen. Der Start- und Mindestpreis liegen bei einem Euro, zum erfassten Zeitpunkt haben nur ein paar Menschen geboten.

Elektronische Geräte scheinen jedoch mehr Interessenten zu finden: Für einzelne Fernseher lagen die Gebote zuletzt bei 90 Euro, für Beamer bei bis zu 65 Euro – hinzu kommen jeweils 18 Prozent Aufgeld und 19 Prozent Mehrwertsteuer auf den Zuschlagspreis. Die Auktion endet am Donnerstag, den 6. August.

Seit 1985 befand sich an dem Standort die Zentrale von Siemens Digital Industries, von der aus der Konzern Teile seines weltweiten Industriegeschäfts gesteuert hat. Der Konzern will seine Standorte künftig am Campus Erlangen bündeln, wo nun etwa 1.600 Angestellte von Moorenbrunn hingezogen sind. Etwa 20.000 Menschen sollen künftig am Campus beschäftigt sein.

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