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Home » Sieben Marker zeigen Krankheitsrisiken im Alter
Gesundheit

Sieben Marker zeigen Krankheitsrisiken im Alter

MitarbeiterBy MitarbeiterFebruar 9, 2026
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Sieben Marker zeigen Krankheitsrisiken im Alter

Frühe Warnsignale

Sieben Blutwerte können auf Krankheiten im Alter hinweisen


09.02.2026 – 13:31 UhrLesedauer: 2 Min.

2174584367Vergrößern des Bildes

Blutabnahme in der Arztpraxis: Manche Werte sind besonders aussagekräftig. (Quelle: Kosamtu/getty-images-bilder)

Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko, gleich mehrere chronische Erkrankungen zu entwickeln. Forscher aus Schweden zeigen nun: Bestimmte Blutwerte können schon Jahre im Voraus darauf hindeuten.

Viele ältere Menschen leiden nicht nur an einer, sondern an mehreren chronischen Krankheiten gleichzeitig. Fachleute sprechen dann von Multimorbidität. Ein Forschungsteam um Alice Margherita Ornago vom Karolinska Institut in Stockholm hat untersucht, ob sich dieses Risiko frühzeitig im Blut erkennen lässt. Die Ergebnisse veröffentlichte das Team im Fachjournal „Nature Medicine“.

Nach der sogenannten Geroscience-Hypothese teilen viele altersbedingte Krankheiten gemeinsame biologische Ursachen. Der Körper verliert mit den Jahren Reserven, Zellen arbeiten weniger effizient, Entzündungen nehmen zu und die Energieproduktion in den Mitochondrien gerät aus dem Gleichgewicht. Mitochondrien sind die „Kraftwerke“ der Zellen und liefern Energie für lebenswichtige Prozesse.

Die Forscher nutzten Daten der schwedischen Langzeitstudie „SNAC-K-Kohorte“. Seit 2001 untersuchen Ärzte dort ältere Menschen regelmäßig. Für die aktuelle Auswertung analysierte das Team Blutproben von 2.247 Teilnehmern. In den darauffolgenden 15 Jahren entwickelten viele von ihnen mehrere chronische Erkrankungen.

Die Analyse zeigte: Sieben Blutwerte standen in engem Zusammenhang mit dem späteren Auftreten mehrerer Krankheiten. Besonders häufig fielen vier Werte bereits vor der eigentlichen Diagnose auf.

Zusätzlich waren erhöhte GGT-Werte und niedriges Albumin mit einem schnelleren Fortschreiten von Erkrankungen verbunden. Beide Werte deuten auf mögliche Störungen der Leberfunktion hin.

Ein weiterer Marker lieferte Hinweise auf das Gehirn. Ein Anstieg der sogenannten Neurofilament light chain (NfL) zeigte ein vermehrtes Absterben von Nervenzellen an. Dieser Wert stand besonders mit einem erhöhten Risiko für neuropsychiatrische Erkrankungen in Verbindung.

Die Ergebnisse „eröffnen die Möglichkeit, mithilfe einfacher Bluttests Personen mit hohem Risiko zu identifizieren, sodass in Zukunft frühzeitiger eingegriffen werden kann“, betonte Studienautor Davide Liborio Vetrano in einer Mitteilung des Karolinska Instituts.

Die Studie zeigt also: Bestimmte Blutwerte können Jahre vor dem Auftreten mehrerer chronischer Krankheiten auffällig sein. Sie liefern damit wichtige Hinweise auf biologische Prozesse, die das Altern und die Krankheitsentstehung beeinflussen. Ob gezielte Lebensstiländerungen oder Therapien diese Entwicklungen künftig bremsen können, wollen die Forscher nun weiter untersuchen.

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