Trump-Dildo und Manga-Puppen
KI-Sexpuppen auf dem Vormarsch: China zeigt die Trends der Branche
Aktualisiert am 17.04.2026 – 11:06 UhrLesedauer: 3 Min.
KI-Sexpuppen, Trump-Dildos und Manga-Figuren: In Shanghai zeigt die Branche ihre neuesten Trends. China bleibt dabei die Fabrik der Welt.
Niedlicher und mehr KI: Die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz macht auch vor Chinas Markt für Sexspielzeuge nicht halt. Zum Eröffnungstag der Messe für Erwachsenenprodukte (API Expo) in der ostchinesischen Metropole Shanghai zeigten zahlreiche chinesische und internationale Firmen, was in diesem Jahr den Trend in der Branche bestimmen könnte.
„Das Schlüsselwort ist KI“, sagte Messeorganisator Pan Chunhui. In immer mehr Produkten sei Künstliche Intelligenz integriert, die sie „schlau“ mache. Der Trend geht Pan zufolge dahin, Sexpuppen damit menschenähnlicher zu machen.
Neben Puppen zeigt die Messe viele Sexspielzeuge. Sie reichen von niedlich und unschuldig aussehenden Früchten bis zu Fantasy-Spielzeugen – und sogar einem Dildo mit dem Kopf von US-Präsident Donald Trump. Daneben gibt es auch Drogerieartikel wie Gele oder Kostüme und Dessous zu sehen.
Der Markt für Sextoys ist ein Milliardengeschäft. China, das die Produktion vieler Waren dominiert, gilt als wichtigstes Herstellungsland. „Der chinesische Markt spielt in diesem Bereich weiter die Rolle der Fabrik der Welt“, sagt Finanz-Analyst Guo Shiliang von der Online-Analyseplattform Jing.
„China ist als Produktionsstandort aus unserer Lieferkette nicht wegzudenken“, sagt der Produktleiter des Sexspielzeug-Anbieters Lovehoney, Christoph Schobert. KI hat laut Schobert wegen der hohen Preise für gute Sexpuppen derzeit noch einen geringen Stellenwert. „Als große, menschenechte Puppen, glaube ich, dass wir da noch einige Jahre vor uns haben, bis das irgendwo zu Hause steht“, sagt er.
Der Markt für Männer dürfte dem Deutschen zufolge weiter wachsen. Ein Trend seien auch Spielzeuge, die weniger erotisch, sondern niedlicher wirkten und damit wegen sonst möglicher Beschränkungen in den sozialen Medien leichter zu bewerben seien, sagt Schobert.
Die Branche orientiert sich auch an Japans Popkultur. Sexpuppen, die wie Manga-Comicfiguren aussehen, sind auf der API Expo vertreten. KI ist für diese Nischenprodukte wichtig. „Wir integrieren KI-Sprachfunktionen, damit Kunden über KI mit unseren Puppen interagieren können“, sagt der Chef der Manga-Sexpuppenfirma Elsa Babe, Lin Guanzhi. Mit KI lasse sich die Fantasie der Menschen in die Realität umsetzen, sagt er.
