Unternehmen prüft Änderungen

E-Auto-Vermieter Nextmove meldet Insolvenz an

08.06.2026 – 17:53 UhrLesedauer: 1 Min.

Ein Leihwagen von Nextmove in Berlin: Der Autovermieter ist insolvent. (Quelle: imago)

Nextmove, einer der größten Elektroauto-Vermieter Deutschlands, hat Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen aus Thüringen will sich sanieren.

Der Elektroauto-Vermieter Nextmove hat ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet. Das Verfahren läuft seit dem 1. Juni am Amtsgericht Erfurt. Das Unternehmen mit Sitz im thüringischen Arnstadt will sich sanieren und den Geschäftsbetrieb fortführen.

Als Sachwalter wurde Rechtsanwalt Marlon Foit bestellt. Er soll die Restrukturierung begleiten und überwachen. Nextmove betreibt nach eigenen Angaben elf Standorte in Deutschland und zählt mit rund 400 Fahrzeugen zu den größten reinen Elektroauto-Vermietern des Landes.

Als Ursache für die finanzielle Schieflage nennt das Unternehmen laut dem Branchenportal Electrive eine zu starke Ausrichtung des Vermietgeschäfts auf elektrische Transporter. Künftig wolle sich Nextmove wieder stärker auf die Vermietung von Pkw konzentrieren.

Für Kunden soll die Insolvenz zunächst keine unmittelbaren Folgen haben. Der Geschäftsbetrieb werde fortgeführt. Allerdings prüft das Unternehmen mögliche Änderungen bei Standorten sowie neue Kooperationen. Auch die Auszahlungen der THG-Quote seien nicht betroffen, da diese über den Partner Carbonify abgewickelt werden. Aktuell ist Nextmove nach eigenen Angaben in Stuttgart, Solingen, Sinsheim, Nürnberg, München, Leipzig, Hamburg, Frankfurt am Main, Düsseldorf, Berlin und Arnstadt vertreten.

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