Wie blicken Sie insgesamt auf den Standort Deutschland?
Ich war neulich bei einer Tagung, da sagte ein Ministerpräsident: Wir haben die Autobahn noch nicht gebaut, aber stellen schon das Geschwindigkeitsschild auf. Das sagt sehr viel aus. Wir sind als Industriestandort extrem überreguliert. Alles dauert länger – nicht, weil die Arbeit länger dauert, sondern wegen der Regeln. Es fehlt oft die Balance zwischen Aufwand und Nutzen. Wir haben lange von unserem Vorsprung gelebt, aber andere Länder holen massiv auf. Entscheidend ist, dass wir wieder stärker darüber sprechen, wie wir Wertschöpfung ermöglichen – und nicht nur, wie wir sie verteilen.
Sind Sie trotzdem optimistisch?
Ja. Deutschland hat alle Voraussetzungen: gute Bildungseinrichtungen, starke Industrie, enormes Wissen. Aber wir bewegen uns nur voran, wenn wir Bürokratie abbauen und mutiger werden. Stillstand wäre die schlechteste Option.
Was treibt Sie persönlich in dieser Phase an?
Ich sehe jeden Tag, wie viel Kompetenz und Engagement in diesem Unternehmen steckt. Dieses Unternehmen hat eine Zukunft als globaler Technologiepartner, davon bin ich überzeugt. Und wenn ich einen Weg sehe, auch nur fünf Arbeitsplätze mehr zu sichern, dann tue ich alles dafür. Der Umbau tut weh. Aber nichts zu tun, wäre verantwortungslos.
Herr Astalosch, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.









