Nach Schüssen am Zoo

Ermittler haben Tatverdächtigen im Visier

13.08.2026 – 10:38 UhrLesedauer: 1 Min.

Polizisten arbeiten am Tatort auf dem Parkplatz vor dem Bahnhof Zoologischer Garten. Nach tödlichen Schüssen auf einen Mann haben die Ermittler einen Verdächtigen ermittelt. (Quelle: Christophe Gateau/dpa/dpa-bilder)

In der Nacht auf Sonntag fiel vor dem Berliner Bahnhof Zoo ein Schuss – ein 30-Jähriger starb. Nun hat die Polizei einen Tatverdächtigen identifiziert.

Nach dem tödlichen Schuss auf einen 30-Jährigen vor dem Berliner Bahnhof Zoo haben die Ermittler einen Verdächtigen identifiziert. Die Fahndung nach dem Mann läuft, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Am Montagabend wurde laut „B.Z.“ in Friedrichshain eine Wohnung durchsucht, dabei stellten die Beamten Beweismittel sicher und beschlagnahmten ein hochwertiges Auto. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft wollte diese Angaben nicht kommentieren.

Der Tat vorausgegangen war in der Nacht auf Sonntag ein Streit zwischen mehreren Personen vor dem Bahnhofsgebäude. Aus der Gruppe heraus fielen Schüsse, ein 30-Jähriger wurde getroffen und starb. Der Tatverdächtige flüchtete anschließend mit einem Fahrzeug vom Tatort. Eine Mordkommission des Landeskriminalamtes hat die Ermittlungen übernommen. Polizei und Staatsanwaltschaft haben einen Zeugenaufruf gestartet und bitten um Hinweise.

Opfer kommt aus Großfamilie

Warum der Streit eskalierte, ist bislang nicht bekannt. Die Ermittler vermuten einen Zusammenhang mit kriminellen Clans. Der Begriff Clankriminalität ist umstritten: Kritiker sehen darin eine Stigmatisierung von Menschen mit Migrationshintergrund, die allein aufgrund ihrer Familienzugehörigkeit und Herkunft unter Generalverdacht gestellt würden.

Das Opfer stammte aus einer arabischen Großfamilie mit libanesischen Wurzeln. Laut „B.Z.“ versammelten sich Angehörige und Freunde am Dienstag zu einer Trauerfeier in einer Moschee in Neukölln.

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