Wichtiges Accessoire
Darum gehört ein Tennisball ins Handgepäck
Aktualisiert am 08.06.2026 – 07:30 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein Tennisball im Handgepäck mag zunächst kurios erscheinen. Experten empfehlen dieses Reiseutensil aus Gründen der Gesundheit.
Der Platz im Handgepäck ist rar. Dennoch sollten Sie Ihrer Gesundheit zuliebe einen Tennisball in Ihren Koffer oder Rucksack stecken. Das empfehlen Experten wie Ali Ghoz, Berater für Trauma und Orthopädie an der London Orthopaedic Clinic.
Das lange Sitzen im Auto, in der Bahn oder im Flugzeug führt zu einer ungünstigen Haltung. Der Rücken, das Gesäß und die Beine werden nicht richtig durchblutet – das Thromboserisiko steigt. Zudem wirkt sich das lange Sitzen negativ auf die Wirbelsäule aus, was wiederum im Laufe des Tages zu Schmerzen im Rücken, der Schulter, dem Nacken oder Kopf führen kann.
Mit einem oder mehreren Tennisbällen minimieren Sie die negativen Reisefolgen, indem Sie sich selbst massieren.
Gegen eine Rückenverspannung
Wichtig
Experten raten davon ab, den Ball über die Wirbelsäule gleiten zu lassen. Das kann zu starken Schmerzen führen.
- Gibt es eine freie Wand, lehnen Sie sich aufrecht dagegen.
- Legen Sie dann den Ball zwischen sich und die Wand – idealerweise im unteren und/oder mittleren Rückenbereich.
- Gehen Sie nun langsam in die leichte Hocke – der Rücken lehnt noch immer an der Wand beziehungsweise dem Ball – sodass der Ball langsam nach oben rollt.
- Wiederholen Sie den Vorgang mehrmals.
Tipp
Wenn Sie in der Unterkunft eingetroffen sind, können Sie sich auch auf den – hoffentlich – sauberen Boden legen (mehr dazu in diesem Artikel hier), um sich zu massieren. Legen Sie den Ball unter Ihren Rücken und führen Sie ihn langsam an den Schmerzpunkten oder verspannten Stellen entlang,
Gegen eine Schulterverspannung
Sind Ihre Schultern verspannt, positionieren Sie den Ball im oberen Rückenbereich oder zwischen den Schulterblättern.
Gegen Kopfschmerzen
Für die Selbstmassage des Nackens ist es sinnvoll, zwei Tennisbälle mitzunehmen – sofern ausreichend Platz vorhanden ist. Vor dem Reiseantritt müssen Sie Ihr „Massagegerät“ dann noch leicht präparieren: Stecken Sie die beiden Tennisbälle in eine alte Tennissocke und binden Sie die dann zu. Die Bälle sollten möglichst dicht nebeneinander liegen und beim Gegenlehnen nicht verrutschen.
Positionieren Sie dann die Tennisbälle in Ihrem Nacken, sodass der eine rechts und der andere links der Wirbelsäule liegt. Mit leichten Auf- und Abwärtsbewegungen können Sie nun die entsprechenden Triggerpunkte in Ihrem Nacken massieren.
Wichtig
Massieren Sie sich nicht länger als fünf Minuten. Andernfalls kann es zu Übelkeit, Erbrechen oder Müdigkeit kommen. Auch eine Verstärkung der Kopfschmerzen ist möglich.









