Schaurige Ruine im Harz

Vom Adelssitz zur Geisterkulisse: Hier riskieren Neugierige ihr Leben


Aktualisiert am 13.06.2026 – 23:17 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein verlassenes Haus (Symbolbild): Der Verfall macht auch vor einst imposanten Schlössern nicht Halt. (Quelle: IMAGO/imageBROKER/Simon Detel/imago)

Das einst prächtige Schloss am Harzrand verfällt seit Jahrzehnten. Herabfallende Ziegel, marode Böden und poröses Mauerwerk machen das Betreten lebensgefährlich.

Wer Lust auf einen schaurig-schönen Ausflug hat, wird in der Gemeinde Kalefeld am Rande vom Harz fündig. Dort steht das neugotische Schloss Oldershausen, dessen Geschichte weit zurückreicht. Adam von Oldershausen ließ um 1500 einen Adelssitz in der Nähe der heutigen Gutskapelle errichten, dieser Sitz wurde mit dem Bau des Schlosses Oldershausen im Jahr 1859 aufgegeben.

Die Familie von Oldershausen bewohnte das Schloss bis 1945, als es von den Alliierten beschlagnahmt und in der Folge für Flüchtlinge genutzt wurde. 1947 wurde das Gebäude dann an den Landkreis Osterode vermietet und diente von da an als Heilstätte. Zwischen 1974 und 1985 war es schließlich ein Rehazentrum für geistig und körperlich beeinträchtigte Kinder.

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Fledermäuse und Eulen leben mittlerweile im Schloss

Seitdem befindet sich das einst prächtige Gebäude mit 75 Zimmern in Privatbesitz, es steht jedoch leer und verfällt zusehends. Wegen Einsturzgefahr ist das Betreten des Geländes untersagt. Nach und nach hat sich die Natur das Schloss zurückerobert: Mittlerweile ist es zum Domizil von Fledermäusen und Eulen geworden.

Das Schloss Oldershausen auf einer alten Postkarte. (Quelle: via www.imago-images.de)

Schloss Oldershausen: Ausflugstipp ab Braunschweig

Das Schloss befindet sich an der Schloßstraße am südlichen Dorfrand von Kalefeld-Oldershausen. Trotz Betretungsverbot kann es zumindest aus der Ferne bestaunt werden. Das „Gandersheimer Kreisblatt“ berichtet, dass sich trotz Lebensgefahr immer wieder Menschen Zutritt zum Schloss verschaffen. Das sollte jedoch tunlichst unterlassen werden: Die Stockwerke und Böden sind marode, Ziegel fallen herunter und das Mauerwerk ist porös.

Von Braunschweig ist die Ruine nicht weit entfernt. Mit dem Auto dauert die Fahrt etwa 50 Minuten. Wer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fährt, ist bis zu drei Stunden unterwegs. Ab dem Hauptbahnhof Braunschweig geht es nach Hildesheim, von dort geht es mit der Regionalbahn nach Bodenburg, von wo aus weitere Busfahrten bis zum Ziel nötig sind.

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