Gestörter Schlaf

Schlafprobleme durch Schichtarbeit – was hilft?


Aktualisiert am 29.05.2026 – 07:41 UhrLesedauer: 2 Min.

Wer im Schichtsystem arbeiten muss, kämpft nicht selten gegen Müdigkeit an. (Quelle: PeopleImages/getty-images-bilder)

Schichtarbeit belastet den Körper und löst oft Schlafstörungen aus. Was dann helfen kann und welcher Schichtwechsel am günstigsten ist.

Millionen Berufstätige in Deutschland arbeiten im Schichtsystem, nicht wenige von ihnen in der Nachtschicht. Das bringt oft die innere Uhr durcheinander, sodass der Schlaf darunter leidet und weniger erholsam ist. Oft fühlen sich Betroffene in der Folge ständig müde und weniger leistungsfähig. Schichtarbeit kann sich im Alltag auf viele Bereiche auswirken und auf Dauer mit erhöhten Risiken für die Gesundheit einhergehen.

Wieso es bei Schichtarbeit zu Schlafproblemen kommen kann

Die innere Uhr des Menschen ist auf einen regelmäßigen Tag-Nacht-Rhythmus eingestellt, den sogenannten zirkadianen Rhythmus (von lat. circa = ungefähr und lat. dies = Tag). Sie steuert viele Prozesse im Körper, unter anderem Wachheit und Müdigkeit. Der Taktgeber der inneren Uhr ist dabei das Tageslicht.

Schichtarbeit kann die innere Uhr durcheinanderbringen, denn je nach Schicht müssen Betroffene wach sein, wenn der Körper eigentlich schlafen würde, und schlafen, wenn der Körper eigentlich wach wäre. Wechseln die Arbeitszeiten zudem ständig, muss sich auch der Schlaf-Wach-Rhythmus immer wieder umstellen. Das kann Einschlafstörungen, Probleme beim Durchschlafen und Tagesmüdigkeit mit sich bringen.

  • Zeit zur Regeneration: Was beim Schlafen im Körper passiert

Hinzu kommt, dass Betroffene häufig dann schlafen müssen, wenn andere ihrem Alltag nachgehen. Daher können äußere Faktoren (etwa Lärm oder durch Vorhänge dringendes Tageslicht) die Schlafqualität zusätzlich beeinträchtigen.

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Gesundheitliche Folgen von Schichtarbeit

Auf lange Sicht kann sich der bei Schichtarbeit entstehende Schlafmangel negativ auf die Gesundheit auswirken. So steigt etwa unter anderem das Risiko für:

  • eingeschränkte Leistungsfähigkeit und Unfälle durch Konzentrationsprobleme (Schlafmangel kann ähnliche kognitive und physiologische Einschränkungen wie Alkohol hervorrufen)
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Diabetes mellitus
  • Depressionen, Stimmungsschwankungen
  • Gewichtszunahme
  • Stoffwechselstörungen
  • Magen-Darm-Probleme
  • Vitamin-D-Mangel

Wichtig zu wissen

Nachtarbeit wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als „wahrscheinlich krebserregend“ (Gruppe 2A) eingestuft. Zweifelsfrei belegt ist dieser Zusammenhang jedoch nicht.

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