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Gesundheit

Schlafmangel führt schon nach wenigen Wochen zur Gewichtszunahme

MitarbeiterBy MitarbeiterJuli 30, 2026
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Schlafmangel führt schon nach wenigen Wochen zur Gewichtszunahme

Effekt schon nach wenigen Wochen

Wer so schläft, nimmt schneller zu


Aktualisiert am 30.07.2026 – 07:37 UhrLesedauer: 3 Min.

Übergewicht (Symbolbild): Ein zu hohes Körpergewicht erhöht das Risiko für viele Folgeerkrankungen.Vergrößern des Bildes

Übergewicht (Symbolbild): Ein zu hohes Körpergewicht erhöht das Risiko für viele Folgeerkrankungen. (Quelle: Antonio_Diaz/getty-images-bilder)

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Wer regelmäßig zu wenig schläft, riskiert nicht nur Müdigkeit, sondern auch mehr Gewicht. Bestimmte Menschen sind dafür womöglich besonders anfällig.

Schlafmangel ist nicht nur ein Problem für die Konzentration. Nahezu jeder Prozess im Körper ist darauf angewiesen, dass wir genug schlafen. Nun zeigt eine aktuelle Analyse, dass Schlafmangel auch das Körpergewicht beeinflusst. Demnach kann bereits ein moderater Schlafentzug über sechs Wochen zu einer messbaren Gewichtszunahme führen. Besonders betroffen könnte eine bestimmte Gruppe von Menschen sein. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift „Annals of Internal Medicine“ veröffentlicht.

Mehr Gewicht und Bauchfett

Die Analyse wertete die Daten von zwei klinischen Studien aus. Diese untersuchten 95 Erwachsene mit erhöhtem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die normalerweise mindestens sieben Stunden pro Nacht schlafen. Die Teilnehmer wurden gebeten, ihre Schlafdauer über sechs Wochen um 1,5 Stunden pro Nacht zu reduzieren.

Im Vergleich zu einer Kontrollphase, in der sie ausreichend schliefen, zeigte sich ein deutlicher Effekt: Die Teilnehmer nahmen im Durchschnitt 0,45 Kilogramm zu. Auch der Taillenumfang, der das gefährliche Bauchfett widerspiegelt, stieg um 0,52 Zentimeter, und das gesamte Körpervolumen erhöhte sich um 0,56 Liter. Was erst einmal nach wenig klingt, könnte über mehrere Monate oder Jahre aber zu starkem Übergewicht führen, schlussfolgern die Autoren.

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Studienautorin Marie-Pierre St-Onge von der Columbia University in New York erklärt in „MedPageToday“: „Die Ergebnisse zeigen, dass selbst ein moderater Schlafentzug über einen längeren Zeitraum das Risiko für Gewichtszunahme und damit verbundene Gesundheitsprobleme erhöhen kann.“ Starkes Übergewicht ist ein Risikofaktor für über 200 Folgeerkrankungen, darunter Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Gelenkprobleme und Krebs.

Warum Schlafmangel das Gewicht beeinflusst

Die Forscherinnen und Forscher beobachteten, dass die Zeit, die die Teilnehmer im Sitzen verbrachten, um durchschnittlich 17 Minuten pro Tag zunahm. Dieser Anstieg der Inaktivität könnte ein möglicher Faktor sein, der zur Gewichtszunahme beiträgt.

Ein weiterer möglicher Grund liegt in der hormonellen Regulation des Appetits. Die Analyse zeigte, dass die Leptin-Werte – ein Hormon, das den Energiehaushalt reguliert – bei den Teilnehmern mit Schlafmangel erhöht waren. Leptin wird auch als „Sättigungshormon“ bezeichnet, weil es dem Gehirn normalerweise signalisiert, dass genügend Energie gespeichert ist. Ein hoher Leptin-Wert widerspricht demnach den Erwartungen, zeigt aber eine mögliche Veränderung der hormonellen Regulation. Und: Die Hormone wurden im Verlauf der Studie jedoch nur wenige Male am Morgen bestimmt. Die tageszeitlichen Schwankungen ließen sich damit also nicht erfassen.

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Frühere Untersuchungen hatten einen Schlafmangel bereits mit einem erhöhten Risiko für starkes Übergewicht (Adipositas) in Verbindung gebracht. Experten vermuten, dass dies unter anderem an einer schlechteren Verarbeitung von Zucker im Körper und einer geringeren Empfindlichkeit gegenüber Insulin liegt. Auch ein Anstieg des Stresshormons Kortisol am Abend, mehr vom „Hungerhormon“ Ghrelin und weniger vom „Sättigungshormon“ Leptin könnten eine Rolle spielen.

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