Größte Arena Deutschlands?

Schalke denkt wohl über Stadionausbau nach

27.08.2026 – 10:35 UhrLesedauer: 2 Min.

Die Nordkurve in der Veltins-Arena auf Schalke: Hier finden aktuell knapp 14.000 Zuschauer platz. (Quelle: IMAGO/Marco Bader/imago)

Schalke 04 denkt über eine drastische Erweiterung der Veltins-Arena nach. Die Idee dazu entstand auf einer Jubiläumsfeier – fast zufällig.

Laut einem Bericht der „Bild“ denkt der FC Schalke 04 über einen massiven Ausbau der Veltins-Arena nach. Die Idee: Das Dach der Arena wird abmontiert, ein dritter Rang für rund 20.000 zusätzliche Zuschauer gebaut – was das Stadion zum größten in Deutschland machen würde.

Ausgangspunkt war das 25-jährige Jubiläum der Arena. In einer Talkrunde berichtete Steven Wilbrenninck, der beim damaligen Generalunternehmer HBM als Bauleiter tätig war, dass ein dritter Rang bautechnisch möglich wäre. Schalke-Vorstandsboss Matthias Tillmann sagte den „Ruhr Nachrichten“, Wilbrenninck habe „beinah verträumt“ davon erzählt.

Ganz abwegig ist die Idee für den Verein wohl nicht. Die Veltins-Arena fasst derzeit 62.271 Zuschauer und ist bei Heimspielen regelmäßig nahezu ausverkauft. Tillmann erklärte der „Bild“: „Wir beschäftigen uns permanent mit der Entwicklung der Veltins-Arena.“

Angesprochen auf die Äußerungen Wilbrennincks sagte Schalkes Vorstandschef: „Auch wenn das vielleicht nie zu realisieren ist, hilft es, über Visionen dieser Art zu sprechen, denn nur dann kann man Großes schaffen – die Veltins-Arena ist der beste Beweis dafür.“

Bauunternehmer: „Muss wohldurchdacht sein“

Im Gespräch mit der „Bild“ hat sich auch Bauunternehmer Walter Hellmich zu Wort gemeldet. Der 82-Jährige war am Bau der Arena beteiligt und hat Stadien des MSV Duisburg und des FC St. Pauli errichtet. Hellmich erklärte: „Wir wissen, wie ein Stadion gebaut wird. Wenn Schalke das Projekt umsetzen will, stehe ich auf jeden Fall mit Rat und Tat zur Verfügung.“

Zugleich dämpfte er die Erwartungen: „Technisch ist alles möglich. Das muss statisch untersucht werden. Das Dach wegzunehmen und einen Rang zu erhöhen, ist eine Hausnummer und muss wohldurchdacht sein.“

Konkrete Zahlen oder Kosten stehen bislang nicht fest. Tillmann bremste gegenüber der Bild: „Noch einmal: Das ist nicht mehr als ein sehr loses Gedankenspiel. Der Verein ist derzeit nicht in der Situation, solch große Projekte umzusetzen. Das kann sich in einigen Jahren ändern, und dann müssen wir vorbereitet sein.“

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