KI-Boom

Samsung verzeichnet erneut einen Rekordgewinn

07.07.2026 – 03:45 UhrLesedauer: 2 Min.

Das Logo von Samsung Electronics ist an einem Tor am Hauptsitz des Unternehmens in Suwon, Südkorea, zu sehen. (Archivbild) (Quelle: Ahn Young-joon/AP/dpa/dpa-bilder)

Die Nachfrage nach Chips für Künstliche Intelligenz treibt Samsungs Gewinne auf Höchstwerte. Der Konzern übertrifft dabei sogar die Erwartungen der Analysten.

Samsung Electronics hat im zweiten Quartal 2026 einen Betriebsgewinn von 89,4 Billionen Won erzielt – umgerechnet gut 51 Milliarden Euro. Das ist der höchste Quartalswert in der Geschichte des südkoreanischen Konzerns und bereits das dritte Rekordquartal in Folge. Die Zahlen gehen aus einem Geschäftsbericht hervor, den Samsung veröffentlicht hat.

Im Vergleich zum zweiten Quartal des Vorjahres entspricht das einem Anstieg des Betriebsgewinns um mehr als 1.800 Prozent. Zum Einordnen: Der gesamte operative Gewinn des Jahres 2025 hatte 43,6 Billionen Won betragen – also weniger als die Hälfte des nun für ein einzelnes Quartal gemeldeten Werts. Den Nettogewinn weist Samsung in seinem Bericht nicht gesondert aus.

Die Zahlen für den Zeitraum April bis Juni übertrafen auch die Markterwartungen. Laut einer Umfrage der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap unter Ökonomen lag der vorgelegte Betriebsgewinn im Schnitt 6,2 Prozent über deren Schätzungen. Bei den veröffentlichten Zahlen handelt es sich zunächst um eine erste Schätzung. Genauere Angaben will der Konzern voraussichtlich Ende Juli vorlegen.

Konzern profitiert vom KI-Boom

Grundlage des Ergebnisses ist die anhaltend hohe Nachfrage nach Infrastruktur für Künstliche Intelligenz. Samsung gehört zu den weltweit größten Herstellern von Halbleitern, vorwiegend von leistungsstarken Speicherchips, und profitiert damit besonders vom KI-Boom.

In Südkorea hat der Gewinnanstieg bei den großen Chipherstellern Samsung Electronics und SK Hynix eine Debatte über die Verteilung der Erträge ausgelöst. Ende Mai nahmen Mitglieder der Samsung-Gewerkschaft nach einer Streikdrohung einen Kompromissvorschlag des Managements an.

Dieser sieht Jahresprämien von mehreren Hunderttausend Euro für jeden Beschäftigten der hochprofitablen Halbleitersparte vor. Während die Technologieunternehmen des Landes von der KI-Nachfrage profitieren und hohe Löhne sowie Prämien zahlen, läuft es in anderen Branchen Südkoreas weniger gut. Die Arbeitslosenquote in der Altersgruppe unter 30 Jahren ist zuletzt gestiegen.

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