Ärger am Flughafen
Ryanair verweigert AfD-Mann den Flug nach Mallorca
Aktualisiert am 04.11.2026 – 16:37 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein AfD-Bundestagsabgeordneter mischt sich am Flughafen in einen Streit über Gepäck ein. Kurz darauf darf er nicht nach Mallorca fliegen.
Für den AfD-Bundestagsabgeordneten Marcel Queckemeyer ist eine geplante Mallorca-Reise bereits am Gate geendet. Der 46-Jährige durfte am Flughafen Münster/Osnabrück nicht an Bord einer Ryanair-Maschine. Wie die „Neue Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) berichtet, soll er zuvor einen Mitarbeiter der Fluggesellschaft beleidigt haben.
Der Vorfall ereignete sich demnach am Sonntag, dem 18. Oktober. Bekannt wurde er erst am Montag. Auslöser sollen Beanstandungen am Gepäck anderer Reisender gewesen sein. Queckemeyer, der auch Vorsitzender der AfD Osnabrück-Land ist, habe sich eingemischt und die Entscheidung eines Ryanair-Mitarbeiters kritisiert.
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Flug verweigert – Mitarbeiter beleidigt
Dabei soll er den Mann, der dem Bericht zufolge türkische Wurzeln hat, beleidigt haben. Laut „NOZ“ soll Queckemeyer gesagt haben: „Im Leben nichts geschissen kriegen und dann hier am Flughafen arbeiten.“ Worauf sich der Politiker genau mit dieser Äußerung bezogen haben soll, geht aus dem Bericht nicht hervor.
Die Pressestelle der AfD Niedersachsen wies den Vorwurf gegenüber der Zeitung zurück. Queckemeyer habe niemanden beleidigt, der Satz sei so nicht gefallen. Der AfD-Politiker, der über die niedersächsische AfD-Landesliste in den Bundestag eingezogen ist, hat sich zu den Vorwürfen bislang nicht selbst geäußert.
Ryanair: Kein Flug nach Mallorca für AfD-Politiker
Ryanair bestätigte dem Westdeutschen Rundfunk (WDR), dass der AfD-Politiker nicht mitfliegen durfte. „Diesem Passagier wurde aufgrund seines störenden Verhaltens vom Gate-Mitarbeiter am Flughafen Münster zu Recht die Beförderung auf diesem Flug von Münster nach Palma de Mallorca verweigert“, erklärte ein Sprecher der irischen Fluggesellschaft. Fluggesellschaften können Passagiere aus Sicherheitsgründen von der Beförderung ausschließen. Die Maschine startete schließlich ohne den AfD-Politiker nach Mallorca.
Ryanair verwies zudem auf seine „strikte Null-Toleranz-Politik“ gegenüber Fehlverhalten von Passagieren. Reisende und Besatzung sollten ohne unnötige Störungen in einer respektvollen Umgebung fliegen können.