„Friedlich, aber laut“

Rund 1,5 Millionen Menschen feiern beim CSD in Köln

05.07.2026 – 18:21 UhrLesedauer: 1 Min.

Teilnehmer der Parade zum Christopher Street Day ziehen über die Deutzer Brücke: Nach Angaben der Polizei gab es bis zum Sonntagnachmittag keinerlei Zwischenfälle. (Quelle: Thomas Banneyer/dpa)

Nach Angaben des Veranstalters war die Stadt zur CSD-Demonstration so voll wie nie zuvor. Dennoch blickt die Polizei auf einen ruhigen Nachmittag in Köln.

In Köln haben am Sonntag rund 1,5 Millionen Menschen den Christopher Street Day (CSD) gefeiert. Dies teilten die Veranstalter am Nachmittag mit. An der Demonstration unter dem Motto „Für Queerrechte – Viele. Gemeinsam. Stark!“ nahmen demnach rund 60.000 Menschen mit etwa 100 Festwagen teil. Der Zug durch die Innenstadt wurde von hunderttausenden Schaulustigen begleitet.

Der veranstaltende Verein Cologne Pride erklärte, die Teilnehmenden hätten „friedlich, aber laut für die Rechte und Anliegen der queeren Community“ demonstriert. Nach Einschätzung des Vereins sei die Stadt zur CSD-Demonstration „noch nie so voll wie in diesem Jahr“ gewesen. Nach Angaben der Polizei gab es bis zum Sonntagnachmittag keine Zwischenfälle.

Die Kölner CSD-Demonstration zählt zu den größten ihrer Art in Deutschland und Europa. Unter den Teilnehmern waren auch der frühere Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und die Grünen-Politikerin Claudia Roth. Zum großen Finale soll am Abend Sängerin Sarah Engels auf der Bühne am Heumarkt auftreten. Die gebürtige Kölnerin hatte im Mai Deutschland beim Eurovision Song Contest vertreten.

Der CSD geht zurück auf die Erstürmung der Schwulenbar Stonewall Inn in der New Yorker Christopher Street am 28. Juni 1969 durch die Polizei. Darauf folgten tagelange schwere Zusammenstöße zwischen Aktivisten und Sicherheitskräften.

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