Horror-Unfall in Hessen
„Ruhe in Frieden, kleine Schwester“
23.08.2026 – 12:55 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein 15-Jähriger nimmt sich das Auto seines Vaters, lädt sieben Freunde zur Fahrt ein – und dann geschieht das Unglück. Die Trauer in Hessen ist groß.
Nur rund zehn Kilometer von seinem Zuhause entfernt hat ein 15-Jähriger im hessischen Wetteraukreis einen folgenschweren Unfall mit dem Auto seines Vaters verursacht. Jetzt nahmen Freunde und Angehörige Abschied von den Toten: Bei einer Gedenkveranstaltung in Nidda ließen sie Ballons fliegen, berichtete RTL.
Menschen schluchzten. Andere nahmen sich dem Sender zufolge in den Arm, um sich gegenseitig Halt zu geben. Auch im Internet drückten Trauernde ihren Schmerz aus. „Ruhe in Frieden, kleine Schwester“, heißt es in einem Beitrag. „Wir werden immer an dich denken, Bruder“, in einem anderen.
Im Auto saßen insgesamt acht Jugendliche, alle zwischen 14 und 15, als der Wagen am Mittwochmittag auf der L 3185 gegen einen Baustellen-Anhänger raste. Der 15-Jährige am Steuer des Mazda CX-5 starb, ebenso eine 14-Jährige.
„In diesen Stunden möchten wir nicht urteilen“
Die anderen Jugendlichen im Auto erlitten schwere Verletzungen. Laut Polizei schwebt zwar keines der Unfallopfer in Lebensgefahr, aus einem Spendenaufruf für einen der Teenager geht aber hervor, wie erheblich die Verletzungen zum Teil offenbar sind. Seit dem schweren Unfall befinde sich der Jugendliche im künstlichen Koma, es sei jetzt schon absehbar, dass ein langer und schwerer Weg vor ihm liege. „Im Moment bleibt nichts anderes, als zu hoffen und zu beten“, heißt es in dem Beitrag.
Auch für die Familie des 15-Jährigen am Steuer werden Spenden gesammelt, bis Sonntagmittag sind bereits mehr als 22.000 Euro zusammengekommen. „In diesen schweren Stunden möchten wir nicht urteilen, nicht bewerten und keine Schuldfragen stellen“, heißt es im Text. „Unsere Gedanken und unser tief empfundenes Mitgefühl gelten allen Menschen, die bei diesem Unfall ihr Leben verloren haben, und allen Familien, die nun um einen geliebten Menschen trauern.“
So etwas habe sein Sohn noch nie gemacht, erklärte unterdessen der schockierte Vater des verunglückten 15-Jährigen. Er könne sich nicht erklären, wieso sein Kind das Auto genommen habe.
