Völlers deutliche Botschaft
Seine Zeit bei der WM wird kommen
10.06.2026 – 07:29 UhrLesedauer: 3 Min.

Während der WM-Qualifikation entwickelte sich Nick Woltemade zum entscheidenden Faktor im DFB-Team. Jetzt ist er nur noch Stürmer Nummer drei – und darf als solcher trotzdem auf seine WM-Chance hoffen.
Aus dem DFB-Teamquartier in Winston-Salem berichtet William Laing
Seinen Wert für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat Nick Woltemade bereits vor Monaten unter Beweis gestellt. In der WM-Qualifikation schoss der hochgewachsene Stürmer das DFB-Team im Oktober und November zu den richtungsweisenden Auswärtssiegen in Nordirland (1:0) und Luxemburg (2:0). Auch beim 6:0-Kantersieg über die Slowakei in Leipzig am letzten Gruppenspieltag steuerte Woltemade einen Treffer bei. Dass die deutsche Elf also in diesem Sommer an der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko teilnehmen kann, hat sie zu einem erheblichen Teil dem Newcastle-Profi zu verdanken.
Doch das Blatt bei Woltemade hat sich schon vor längerer Zeit gewendet. Mittlerweile ist er im DFB-Team nicht mehr erste Wahl. Eine monatelange Schwächephase auf Vereinsebene hat den ehemaligen Stuttgarter entscheidend aus der Bahn geworfen. Auch in der Nationalmannschaft läuft es seitdem nicht mehr rund.
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Hinter Kai Havertz und Deniz Undav ist Woltemade aktuell deshalb nur noch DFB-Stürmer Nummer drei. Im vorletzten WM-Test gegen Finnland (4:0) wurde er erst in der Schlussphase eingewechselt. Gegen die USA (2:1) schmorte er wenige Tage später über die gesamte Spieldauer auf der Bank. So droht der 24-Jährige auf den ersten Blick bei seiner WM-Premiere zum Statisten zu verkommen. Doch tatsächlich darf Woltemade sich weiterhin berechtigte Hoffnungen auf eine für ihn persönlich erfolgreiche Weltmeisterschaft machen – in der er am Ende vielleicht sogar wichtiger wird als zuletzt angenommen.
Völler sieht Chance für Ersatzspieler: „Das gilt auch für Nick“
Am Dienstag zumindest sprach t-online DFB-Sportdirektor Rudi Völler auf einer Pressekonferenz im DFB-Quartier in Winston-Salem auf Woltemades veränderte Rolle im Vergleich zur WM-Qualifikation an. Der 66-Jährige betonte, dass er sich sicher sei, dass aufgrund der Hitze in den Gastgeberländern die Trainer fast aller Nationalmannschaften bei ihren WM-Spielen „meistens das volle Kontingent ausschöpfen und fünfmal wechseln werden.“ In diesem Zusammenhang sah Völler deshalb auch gute Chancen für Woltemade, in den kommenden Wochen für die DFB-Elf bei der WM auf Einsatzzeiten zu kommen.
„Es sind ja alle fit, aber auch das wird sich verändern, auch bei uns leider“, erklärte der Ex-Stürmer. Es werde immer „ein bisschen Schwund geben“, sagte Völler hinsichtlich möglicher Verletzungen und Sperren im Turnierverlauf. „Es werden viele Spieler zum Einsatz kommen, die vielleicht jetzt ein bisschen hinten dran stehen. Das wird Fakt sein. Das gilt auch für Nick.“











