Überraschender Fund
Römische Pfahlwand verzögert Millionenprojekt
27.01.2026 – 17:07 UhrLesedauer: 1 Min.
Die Erweiterung des Wallraf-Richartz-Museums muss wegen eines unerwarteten historischen Funds verschoben werden. Was das für die Kosten bedeutet.
Bei Aushubarbeiten für den Erweiterungsbau des Wallraf-Richartz-Museums haben Arbeiter in den vergangenen Wochen ein Uferschutzbauwerk des römischen Hafens freigelegt. Die entdeckte Pfahlwand besteht aus dicht aneinandergerammten Eichenbalken mit Querschnitten von 25 mal 30 Zentimetern.
Die Entdeckung kam überraschend, da Experten die Lage dieses Uferschutzbauwerks weiter westlich in Richtung der römischen Stadtmauer erwartet hatten, wie die Stadt Köln in einer Mitteilung erklärt.
Die archäologischen Funde verzögern nun den Start der Hochbauarbeiten für die Museumserweiterung. Bereits im Frühjahr 2025 war ein mittelalterlicher Keller beim Abbruch des ehemaligen Kaufhauses Kutz freigelegt worden. Die verschiedenen Beeinträchtigungen der vergangenen Monate haben die Bauzeit um vier Monate verlängert.
Laut Stadt Köln wird derzeit von einer baulichen Fertigstellung im vierten Quartal 2027 ausgegangen. Die Eröffnung soll nach erfolgter Inbetriebnahme und Einrichtung im vierten Quartal 2028 erfolgen.
Das Gesamtkostenbudget für den Erweiterungsbau sowie zusätzliche Verwaltungsflächen in Höhe von 129,7 Millionen Euro bleibt trotz der Verzögerung ausreichend. Markus Greitemann, Beigeordneter für Planen und Bauen, sagt: „Wir wussten, dass der Untergrund in der Kölner Innenstadt, vor allem in diesem geschichtsträchtigen Bereich des Erweiterungsbaus, sehr risikobehaftet ist. Daher haben wir im Rahmen des Risikomanagements ein Risikobudget gebildet, welches für genau solche Sachverhalte herangezogen wird“.










