Das steckt dahinter

Roboter-Kind in Lederhosen wandelt durch München

26.08.2026 – 13:54 UhrLesedauer: 2 Min.

Der Roboter hat inzwischen sogar einen eigenen Instagram-Kanal (Screenshot): Er wandelt aktuell quer durch die Schwanthalerhöhe und zieht dabei alle Blicke auf sich. (Quelle: Robot.Westend auf Instagram)

Er sieht aus, wie ein Kind: Im Münchner Westend zieht derzeit ein humanoider Roboter neugierige Blicke auf sich. Hinter seinen Spaziergängen steckt allerdings mehr als eine kuriose Technik-Spielerei.

Wer derzeit an der Schwanthalerhöhe unterwegs ist, könnte einen ungewöhnlichen Spaziergänger treffen. Ein humanoider Roboter zieht dort durchs Westend – kaum größer als ein zehnjähriges Kind, gekleidet in Tracht und mit Hut.

Auf den ersten Blick wirkt es, als bewege sich die Maschine selbstständig durch München. Ganz so weit ist die Technik allerdings noch nicht: Wie die „tz“ berichtet, hält sich der Besitzer stets in der Nähe auf und steuert den Roboter mit einer Fernbedienung.

Mit Tracht und Tanzeinlagen gegen Berührungsängste

Die Aufmerksamkeit ist dem ungewöhnlichen Duo trotzdem sicher. Der Roboter kann den Angaben zufolge unter anderem Tanzeinlagen vorführen; dabei bilden sich immer wieder Gruppen neugieriger Passanten.

Genau das ist offenbar gewollt. Der Besitzer, der seinen Namen nicht öffentlich nennen möchte, hat die Maschine nach eigenen Angaben in China gekauft. Mit seinen Ausflügen durchs Westend wolle er laut „tz“ Menschen mit der Technik in Kontakt bringen und Berührungsängste gegenüber humanoiden Robotern abbauen.

Gleichzeitig verbindet er damit eine deutlich größere Botschaft. Deutschland sei bei technologischen Entwicklungen „20 Jahre hinterher“, sagte er der Zeitung. China erlebe er dagegen als wesentlich stärker von neuer Technik geprägt.

Empfohlener externer Inhalt
Instagram

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Instagram-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Instagram-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Noch läuft der Roboter nicht allein

Dass Maschinen dieser Art künftig häufiger im Alltag auftauchen könnten, ist allerdings keine reine Zukunftsfantasie. Mehrere Unternehmen arbeiten an humanoiden Robotern für Fabriken und andere Einsatzgebiete.

Tesla etwa entwickelt mit „Optimus“ einen zweibeinigen humanoiden Roboter. Nach Angaben des Konzerns laufen Vorbereitungen für eine erste Produktionslinie; der Start der Produktion ist noch vor Ende 2026 geplant. Langfristig sollen solche Maschinen unter anderem unsichere oder sich wiederholende Arbeiten übernehmen.

Ob humanoide Roboter bald tatsächlich so selbstverständlich durch München laufen wie heute Staubsaugerroboter durch Wohnungen, ist offen. Im Westend sorgt zumindest ein Exemplar schon jetzt dafür, dass Passanten stehen bleiben.

Share.
Exit mobile version