Besonders überraschend erscheint, dass auch Stoffe wie Ascorbinsäure und Zitronensäure auf der Liste stehen, die auch in Obst und Gemüse von Natur aus vorkommen. Die Forscher weisen jedoch darauf hin, dass ihre Ergebnisse ausschließlich den Einsatz dieser Stoffe als Lebensmittelzusatz betreffen. Daraus lässt sich nicht schließen, dass vitaminreiche Lebensmittel gesundheitsschädlich wären.
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Was bedeuten die Ergebnisse?
Die Wissenschaftler betonen, dass ihre Untersuchung keinen direkten Beweis für Ursache und Wirkung liefert. Es handelt sich um eine Beobachtungsstudie. Solche Studien können Zusammenhänge erkennen, aber nicht eindeutig belegen, dass ein bestimmter Stoff tatsächlich die Erkrankung verursacht.
Dennoch halten die Forscher die Ergebnisse für relevant. Frühere Labor- und Tierstudien hatten bereits Hinweise geliefert, dass einige Konservierungsstoffe oxidativen Stress fördern könnten. Dabei entstehen aggressive Sauerstoffverbindungen, die Zellen und Blutgefäße schädigen können. Andere Untersuchungen deuten darauf hin, dass bestimmte Zusatzstoffe Stoffwechselprozesse beeinflussen könnten, die für die Blutdruckregulation wichtig sind.
Die Forscher berücksichtigten in ihren Berechnungen zahlreiche bekannte Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, darunter Alter, Gewicht, körperliche Aktivität und Ernährungsgewohnheiten. Dennoch könnten weitere, bislang unbekannte Einflussfaktoren eine Rolle spielen.
Experten raten zu möglichst wenig verarbeiteten Lebensmitteln
Sollten sich die Ergebnisse in weiteren Untersuchungen bestätigen, spricht die Studie nach Ansicht der Autoren dafür, die Sicherheitsbewertung einiger Konservierungsstoffe erneut zu überprüfen. Das sei wichtig, um Verbraucher besser zu schützen. Gleichzeitig sehen sie keinen Grund, allgemeine etablierte Ernährungsempfehlungen infrage zu stellen.
Wer sein Risiko für Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken möchte, sollte weiterhin viel Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte und Fisch essen und stark verarbeitete Produkte möglichst begrenzen. Die neuen Daten liefern nun aber einen weiteren Hinweis darauf, dass nicht nur der Nährstoffgehalt von Lebensmitteln wichtig sein könnte, sondern auch die darin enthaltenen Zusatzstoffe.
Die Forscher wollen nun untersuchen, wie Konservierungsstoffe Entzündungen, oxidativen Stress und die Darmflora beeinflussen. Diese Erkenntnisse könnten künftig erklären, warum bestimmte Zusatzstoffe möglicherweise das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen.











