Verletzung des Brustkorbs
Rippenprellung – was tun, wenn die Schmerzen stärker werden?
Aktualisiert am 12.06.2026 – 07:47 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine Rippenprellung ist meist harmlos und heilt von selbst. Doch was bedeutet es, wenn die Schmerzen stärker werden, und was ist dann zu tun?
Eine Rippenprellung entsteht durch eine plötzliche Gewalteinwirkung von außen – etwa durch einen Tritt oder Schlag auf den Brustkorb oder auch durch einen Sturz. Das weiche Gewebe unter der Haut sowie die Knochenhaut werden dabei mit großer Kraft gegen die darunterliegenden Knochen gepresst. In der Folge treten Blut und Flüssigkeit aus den dortigen Gefäßen aus. Die betroffene Person bemerkt das häufig an einem sichtbaren Bluterguss, einer Schwellung und ausgeprägten Schmerzen.
Die Schmerzen sind nicht unbedingt ein Grund zur Sorge. Die Knochenhaut ist äußerst empfindlich, weshalb eine Knochenprellung – also auch eine Rippenprellung – so schmerzhaft sein kann wie ein Bruch. In beiden Fällen klingen die Schmerzen im Zuge der Heilung wieder ab. Bei einer Prellung dauert das normalerweise einige Wochen. Aber was, wenn die Schmerzen stattdessen zunehmen?
Was es bedeutet, wenn die Schmerzen stärker werden
Werden die Schmerzen nach einer Rippenprellung stärker, könnte eine ausgeprägtere Verletzung der Grund sein. Stärker werdende Schmerzen sind typisch für einen Rippenbruch. Dabei intensivieren sich die Schmerzen zu Beginn häufig, bevor sie nach etwa zehn Tagen langsam zurückgehen. Mehr dazu erfahren Sie im Artikel „Rippenbruch – warum die Schmerzen manchmal schlimmer werden“.
Es gibt jedoch noch andere denkbare Ursachen für Schmerzen im Brustkorb. Treten zusätzlich Beschwerden wie Atemnot, Schmerzen beim Atmen, Schwindel, Fieber oder Bluthusten auf, sollte man sich möglichst rasch ärztlich untersuchen lassen.
Nur eine medizinische Untersuchung kann Gewissheit bringen. Diese ist nach einem Unfall auch dringend zu empfehlen, insbesondere bei ausgeprägten und unklaren Beschwerden. Erste Anlaufstelle ist meist die hausärztliche Praxis oder eine orthopädische Praxis. Da sich eine Rippenprellung und ein Rippenbruch anhand der Beschwerden oft nicht zuverlässig voneinander unterscheiden lassen, kann eine Bildgebung notwendig sein. Häufig genügt zunächst eine Röntgenaufnahme. Besteht der Verdacht auf schwerere Verletzungen, kann eine Computertomografie (CT) sinnvoll sein.
Welche Behandlung nötig ist, hängt von der Art und der Schwere der Verletzung ab. Sowohl eine Rippenprellung als auch ein unkomplizierter Rippenbruch heilen in der Regel von selbst. Schmerzmittel können die Beschwerden lindern.
Die Medikamente machen aber nicht nur die Schmerzen erträglicher. Sie helfen auch dabei, normal zu atmen und zu husten. Das ist wichtig, weil Betroffene aufgrund der Schmerzen oft flacher atmen. Dadurch werden die Lungen schlechter belüftet, was das Risiko für eine Lungenentzündung erhöhen kann.











