Fokus auf Rüstung
Rheinmetall trennt sich von Sparte
Aktualisiert am 03.06.2026 – 15:58 UhrLesedauer: 1 Min.
Das schwächelnde Autogeschäft will Rheinmetall nicht mehr mitmachen. Das Unternehmen verkauft seine Sparte.
Rheinmetall verkauft sein schwächelndes Autozuliefergeschäft und konzentriert sich damit auf das Rüstungsgeschäft. Die Sparte Power Systems gehe für einen vorläufigen Kaufpreis von 350 Millionen Euro an die Beteiligungsgruppe Aequita, teilte der Düsseldorfer Konzern
am Mittwoch mit. Der Preis könne sich bis zum Abschluss der Transaktion voraussichtlich zum Ende des Jahres aber noch ändern. Die Trennung sorge zudem für zusätzliche Wertberichtigungen von rund 200 Millionen Euro bei Rheinmetall.
Der Düsseldorfer Konzern hatte die Sparte, die mit rückläufigen Umsätzen und Gewinnen
kämpft, zum Verkauf gestellt. Der Bereich, der Teile für die kriselnde Autoindustrie fertigt, gehört nicht mehr zum Kerngeschäft. Rheinmetall will sich auf das profitable und aktuell stark wachsende Rüstungsgeschäft konzentrieren.
Rheinmetall profitiert von Trump-Angst
Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine wird die westliche Rüstungsindustrie für die Stärkung der Streitkräfte gebraucht – Rheinmetall profitiert davon. Das Abrücken der US-Regierung unter Präsident Donald Trump von der Nato und der geplante Abzug von US-Truppen aus Deutschland kurbeln die Nachfrage aus Europa nach Waffen und Munition weiter an.
Rheinmetall hatte jüngst weitere militärische Großaufträge eingefahren. Rumänien hatte etwa bei den Düsseldorfern in einem Großauftrag für ein Rüstungspaket unter anderem Panzer, Munition und Marineschiffe im Wert von insgesamt rund 5,7 Milliarden Euro bestellt. Die Bundeswehr erteilte den Auftrag zur Lieferung von mehr als 2000 Militär-Lastwagen für mehr als eine Milliarde Euro.
