Die Rentenanpassung bedeutet also: Der aktuelle Rentenwert wird um einen bestimmten Prozentsatz erhöht (siehe unten).
Die genaue Anpassung hängt vor allem von der Entwicklung der Bruttolöhne ab. Ebenso findet sich in der Berechnung der sogenannte Nachhaltigkeitsfaktor wieder (mehr dazu hier). Dieser berücksichtigt das Verhältnis der Anzahl der Beitragszahler zu den Rentnern. Wenn durch die allgemeine Alterung der Gesellschaft die Zahl der Beitragszahler sinkt und die Rentner mehr werden (siehe oben), senkt das den Prozentsatz.
Allerdings greift bis 2031 eine gesetzliche Haltelinie, die das Rentenniveau bei mindestens 48 Prozent festschreibt. Diese Garantie setzt die normale Rentenformel außer Kraft. Denn eigentlich müsste 2026 aufgrund des demografischen Wandels der Nachhaltigkeitsfaktor „anspringen“ und die Rentenanpassung dämpfen. Doch dann würde das Rentenniveau unter 48 Prozent fallen – was gesetzlich ausgeschlossen ist.
Wie stark sind die Renten in den vergangenen Jahren gestiegen?
Hier finden Sie eine Übersicht darüber, wie die Renten in den vergangenen Jahren gewachsen sind. In einigen Jahren, wie etwa 2010, wuchsen sie gar nicht, man spricht von einer „Nullrunde“.
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Konkret bedeutet das also: Der bis 30. Juni 2026 geltende Rentenwert ist 2025 um 3,74 Prozent gestiegen. Mit der Erhöhung ab 1. Juli 2026 steigt er um weitere 4,24 Prozent: von 40,79 Euro auf 42,52 Euro. Sie viel ist ein Rentenpunkt dann wert.
Wie werden die Renten in den kommenden Jahren steigen?
Rentensteigerungen dürfte es auch künftig geben – aber laut aktuellem Rentenversicherungsbericht in geringerem Ausmaß. So geht der Bericht bis 2039 von einer durchschnittlichen Steigerungsrate von rund 2,8 Prozent pro Jahr aus – ein Rentenplus von insgesamt etwa 47 Prozent. Das Rentenniveau würde demnach bis auf 45,2 Prozent im Jahr 2039 sinken.
Allerdings hat die Bundesregierung aus Union und SPD mit ihrem ersten Rentenpaket Ende 2025 die Haltelinie für das Rentenniveau bis 2031 verlängert. Auch für dieses Szenario fand sich im jüngsten Rentenversicherungsbericht bereits eine Prognose: Das Rentenniveau soll dadurch bis 2039 etwas höher liegen – bei 46,3 Prozent. Auch die jährlichen Rentenanpassungen fallen damit höher aus, als es angesichts der alternden Gesellschaft angemessen wäre.
Nach 2031 dürfte sich die Lage jedoch ändern. Denn die Koalition hat angekündigt, die Empfehlungen der Rentenkommission vollständig umsetzen zu wollen. Dazu zählt auch, dass der Nachhaltigkeitsfaktor (siehe oben) ab 2032 wieder greifen und sogar verschärft werden soll. Dadurch würden die Renten zwar weiterhin steigen, aber langsamer als die Löhne.










