Kompanys Vertreter Aaron Danks unterstrich die große Freude der gesamten Mannschaft darüber, dass es Kompany wieder besser gehe. Gleichzeitig betonte aber auch der Co-Trainer: „Er braucht seine Ruhe. Er muss mit seiner Familie sein, sich dort wieder erholen. Wir freuen uns auf den Tag, an dem er wieder da ist, bis dahin machen wir als Gruppe gemeinsam weiter.“
Dann könnte Kompany wieder zurückkehren
Danks stellte aber auch klar, dass es „keinen Zeitplan“ gebe: „Wir wollen ihn natürlich zurück. Aber er soll sich die Zeit nehmen, die er braucht.“ Auch Eberl wollte bewusst kein Zeitfenster für Kompanys mögliche Rückkehr auf den Trainingsplatz oder gar an die Seitenlinie nennen.
Das Bundesliga-Topspiel des Tabellenführers am Samstag gegen den punktgleichen Verfolger Borussia Dortmund kommt für den Belgier ohnehin noch nicht infrage. Auch bei der anstrengenden Reise zum wichtigen Champions-League-Spiel bei Atlético Madrid am Dienstagabend ist ein Kompany-Comeback nach t-online-Informationen ausgeschlossen. Das am Samstag darauffolgende Auswärtsspiel in Mainz kommt ebenfalls noch zu früh.
Die Spieler verabschieden sich dann schon wieder in die nächste Länderspielpause. Erst danach könnte die Rückkehr von Kompany möglich und das Heimspiel gegen den 1. FC Köln am 20. November dafür ein realistisches Szenario werden.
Kimmich könnte hingegen schon deutlich früher wieder auf dem Platz stehen. Auch er „bekommt die Zeit, die er braucht“, betonte Eberl. „Es ist keine einfache Zeit für ihn.“ Kimmich sei „ein erfahrener Spieler. Er hat aktuell aber ein anderes Thema als Fußball.“ Dennoch wisse auch Kimmich, dass „der Klassiker vor der Tür steht“. Eberl deutete mit Blick auf das Duell mit dem BVB ein mögliches Comeback an: „Wenn er den Kopf freibekommen will, wird er bald wieder an der Säbener Straße auftauchen. Dann wird man sehen, was am Samstag passiert.“
„So etwas noch nie erlebt“
Die aktuelle Situation, die Verein und die Mannschaft gerade durchmachen müssen, sei auch für den Rekordmeister eine komplett neue, unangenehme Erfahrung. „Ich habe so eine Situation auf jeden Fall noch nicht in der Art erlebt“, sagte Eberl, „dass man so große Themen neben dem Fußball hat. Wo es wirklich um Gesundheit geht, wo es um den Tod eines Familienvaters geht.“ Das seien „Themen, die belasten, die schwer sind.“