Erbe zu Lebzeiten verteilt
„Ich wurde entsorgt“: Reinhold Messner fühlt sich von seinen Kindern verraten
19.05.2026 – 07:13 UhrLesedauer: 2 Min.
2019 übertrug Reinhold Messner sein Vermögen an die vier Kinder. Doch seitdem ist er vom Verhalten seiner Nachfahren schwer enttäuscht.
Vor rund sieben Jahren traf Reinhold Messner eine Entscheidung, die er bis heute bereut. Der ehemalige Extrembergsteiger entschied sich für eine vorweggenommene Erbschaft und Vermögensübertragungen an seine vier Kinder. Er glaubte, dass dadurch die Familie zusammenwachsen würde.
Wie er nun im österreichischen Radiosender „Ö3“ in der Sendung „Frühstück bei mir“ erzählte, hat sich das Verhältnis zu seinen Kindern Layla, Magdalena, Simon und Anna Juditha seitdem grundlegend verändert. „Sobald sie alles hatten, kam sofort der Versuch, mich auszugrenzen und Diane auszugrenzen“, sagte der 81-Jährige. Die Luxemburgerin Diane Messner ist seine dritte Ehefrau, die beiden gaben sich 2021 das Jawort.
Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, gehören zum Vermögen, das Messner an seine Kinder übertragen hatte, unter anderem Immobilien in Südtirol, Bergbauernhöfe sowie Schloss Juval mit dem dortigen Messner Mountain Museum. Messners Äußerungen zufolge dürfe er sein eigenes Museum nicht einmal mehr betreten. Tochter Magdalena hat eine zentrale Rolle in der Verwaltung des Museums übernommen. Tochter Layla stammt aus Messners Beziehung mit Nena Holguin, die drei anderen Kinder aus seiner zweiten Ehe mit Sabine Stehle, die 2020 geschieden wurde. Aus seiner ersten Ehe mit Uschi Demete, die von 1972 bis 1977 dauerte, gingen keine Kinder hervor.
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Im „Ö3“-Interview beschrieb Messner, wie die Erbübertragung die Familie auseinandergetrieben habe: „Die Frage, wer mehr bekommen hat, stand im Vordergrund.“ Er habe erwartet, dass die Familie trotz der Vermögensregelung zusammenhält. Stattdessen habe er erlebt, wie sein Vermächtnis gegen ihn verwendet werde. „Es schmerzt mich, dass sie mein Lebenswerk nehmen und sagen: ‚Der Alte ist eh zu nichts mehr fähig‘. Dabei wäre nichts möglich gewesen, ohne meine Arbeit und mein Know-how“, sagte er.
