Als Alternative schlagen viele Experten eine Marktprämie vor. Dabei wird der Strom über den Direktvermarkter verkauft, und wenn der Preis, den dieser für den Strom an der Börse bekommt, niedriger ist als der übliche Durchschnitt, gleicht der Staat diese Differenz aus. In dem Beispiel von 1Komma5° würde das bedeuten, dass der Eigentümer noch einmal fast 290 Euro zusätzlich bekommen könnte. Die Anlage mit Einspeisevergütung bringt dann zwar immer noch mehr Erlös, aber die Differenz ist weniger deutlich.

„Damit die Direktvermarktung im Anschluss an die EEG-Einspeisevergütung funktioniert, sollte das Marktprämienmodell zumindest für eine Übergangszeit beibehalten werden“, sagt Jannik Schall, Produktchef und Mitgründer von 1Komma5°. „Sonst würden Betreiber privater Solaranlagen mit einem Schlag Hunderte Euro weniger pro Jahr bekommen als mit der festen Einspeisevergütung. Außerdem müssen die Kosten für die Direktvermarktung durch mehr Digitalisierung gesenkt werden.“

Noch besser wird es für Eigentümer, die einen Batteriespeicher als Ergänzung zur PV-Anlage haben. Das trifft heutzutage auf die meisten Menschen zu, die sich für Solar interessieren. Damit kann man den mittags erzeugten Strom für die Abend- und Morgenstunden zwischenspeichern, etwa zum Kochen, Duschen oder Fernsehen. Mit einem intelligent arbeitenden Stromspeicher verbessert sich der Erlös laut 1Komma5° in allen Szenarien: Egal, ob mit Einspeisevergütung oder mit Marktprämie.

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