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Home » Reform der Krankenversicherung: Fachärzte drohen mit Viertagewoche
Wirtschaft

Reform der Krankenversicherung: Fachärzte drohen mit Viertagewoche

MitarbeiterBy MitarbeiterJuli 1, 2026
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Reform der Krankenversicherung: Fachärzte drohen mit Viertagewoche

GKV-Reform

Fachärzte drohen mit Viertagewoche


01.07.2026 – 15:17 UhrLesedauer: 2 Min.

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Geschlossene Arztpraxis: Fachärzte wollen aufgrund der GKV-Reform Kassenpatienten künftig nur noch an vier Tagen behandeln. (Quelle: IMAGO / Bihlmayerfotografie/imago)

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Ärzte sehen sich durch die geplante Reform der Krankenversicherung übermäßig belastet. Nun drohen Fachärzte mit einer Einschränkung ihrer Öffnungszeiten.

Das vonseiten der Bundesregierung geplante GKV-Spargesetz stößt in der Ärzteschaft weiter auf große Ablehnung. Die Mediziner rechnen aufgrund des Wegfalls von Zuschlägen und einer Deckelung mit hohen Honorareinbußen und drohen jetzt mit Konsequenzen.

Der Spitzenverband Fachärztinnen und Fachärzte Deutschlands (SpiFa) kündigte an, dass ab dem kommenden Jahr Fachärzte ihre Praxiszeiten anpassen werden. Die Viertagewoche werde in Facharztpraxen die Regel sein, die Bürger müssten sich darauf einstellen, „nicht mehr jeden Tag in der Woche zum Facharzt gehen zu können“, heißt es in einem SpiFa-Schreiben.

Privat- statt Kassenpatienten

Der Verband rechtfertigt den drastischen Schritt mit den zu erwartenden Umsatzeinbußen. „Bei rund 20-30 % Umsatzverlust durch das Gesetz sind diese Veränderungen unausweichlich. Nur so lassen sich Kosten einsparen und Umsatzverluste etwas abmildern.“ Am fünften Tag müssten sich die Fachärzte künftig anderweitigen Aufgaben zuwenden, um die Umsatzeinbußen aufzufangen. Genannt werden seitens des SpiFa hier das Schreiben von Gutachten oder die Behandlung von Privatpatienten und Selbstzahlern.

Diese seien allerdings in sozialen Brennpunkten nicht vorhanden. Entsprechend müssten Praxen hier vermehrt aufgegeben werden, droht der Verband.

Insgesamt will die Bundesregierung durch die GKV-Reform im kommenden Jahr 16 Milliarden Euro einsparen – dieser Betrag reicht allerdings nicht, da das Defizit der Krankenkassen mittlerweile auf 19 Milliarden Euro angewachsen ist. Momentan wird innerhalb der Bundesregierung darüber beraten, woher die fehlenden drei Milliarden Euro kommen sollen.

Wie bei Ärzten gespart werden soll

Auf die ambulante Versorgung und damit die Ärzte entfallen nach derzeitigen Planungen Einsparungen in Höhe von 2,7 Milliarden Euro. Um diese zu erreichen, sieht der Gesetzesentwurf folgende Maßnahmen vor:

  • Strikte Budgetierung: Die Vergütung soll für alle ärztlichen Leistungen gedeckelt werden – auch für solche, die bisher extrabudgetär zu festen Preisen gezahlt wurden.
  • Streichung von Anreizen: Finanzielle Zuschläge für offene Sprechstunden bei Fachärzten oder für eine besonders schnelle Terminvergabe sollen wegfallen.
  • Auch Vergütungen für das Befüllen der elektronischen Patientenakte sollen wegfallen.

Am kommenden Freitag, dem 10. Juli, will der Bundestag final über die GKV-Reform entscheiden.

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