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Home » Reedereien „sehen Chancen“, streben aber nach Klarheit über die Wiedereröffnung der Straße von Hormus
Welt

Reedereien „sehen Chancen“, streben aber nach Klarheit über die Wiedereröffnung der Straße von Hormus

MitarbeiterBy MitarbeiterApril 8, 2026
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Reedereien „sehen Chancen“, streben aber nach Klarheit über die Wiedereröffnung der Straße von Hormus

Veröffentlicht am
04.08.2026 – 12:21 GMT+2

Berichte über den zweiwöchigen Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran, der die Straße von Hormus nach mehr als einem Monat nahezu vollständiger Schließung möglicherweise für Schiffe öffnen könnte, haben Reedereien dazu veranlasst, ihre Optionen angesichts anhaltender Unsicherheiten abzuwägen.

Der zweitgrößte Containerschifffahrtsbetreiber der Welt, Maersk, hat als Vorreiter auf die Entwicklung reagiert.

„Der Waffenstillstand schafft möglicherweise Transitmöglichkeiten, bietet aber noch keine vollständige Sicherheit auf See und wir müssen alle damit verbundenen potenziellen Bedingungen verstehen“, erklärte das dänische Unternehmen.

Maersk versicherte außerdem, dass man „mit Dringlichkeit daran arbeitet“, genau zu klären, wie Schiffe nach Monaten strenger Einschränkungen durch die Straße von Hormus fahren können.

Entscheidungen über etwaige Transite, betonte sie, hängen von kontinuierlichen Risikobewertungen, einer genauen Überwachung der Sicherheitslage und der Anleitung von Behörden und Partnern ab.

Ähnlich zurückhaltend schlägt auch die deutsche Reederei Hapag-Lloyd vor.

CEO Rolf Habben-Jansen teilte den Kunden am Mittwoch in einem Telefonat mit, dass es noch zu früh sei, um abzuschätzen, wie viel Verkehr über die lebenswichtige Wasserstraße fließen könne.

Habben-Jansen warnte davor, dass es mindestens sechs Wochen dauern würde, bis das Unternehmen wieder ein völlig normales Netzwerk aufbauen könne, selbst wenn einige Schiffe den Golf ziemlich bald verlassen könnten.

Das Unternehmen schätzt, dass noch rund 1.000 Handelsschiffe im Persischen Golf feststecken, sechs davon gehören Hapag-Lloyd.

Es wird erwartet, dass dieser erhebliche Rückstand die Bewältigung einer Wiederaufnahme des Verkehrs in der Straße von Hormus erheblich erschwert, während der Konflikt das Unternehmen weiterhin etwa 55 Millionen US-Dollar (47,5 Millionen Euro) pro Woche kostet.

US-Präsident Donald Trump bezeichnete die Wiedereröffnung als eine Kernvoraussetzung des Waffenstillstands, forderte die „VOLLSTÄNDIGE, SOFORTIGE und SICHERE ÖFFNUNG“ der Straße von Hormus und sicherte die Unterstützung der USA für das Verkehrsmanagement zu.

Der iranische Außenminister Abbas Araghchi erklärte, dass unter der Voraussetzung, dass die Angriffe auf den Iran eingestellt würden, eine sichere Durchfahrt für den zweiwöchigen Zeitraum in Abstimmung mit den iranischen Streitkräften und unter Berücksichtigung technischer Einschränkungen möglich sei.

Regionale Beamte haben darauf hingewiesen, dass sowohl der Iran als auch der Oman voraussichtlich Transitgebühren für Schiffe erheben werden, was eine Abkehr vom früheren Status des maritimen Engpasses als gebührenfreie Route darstellt.

Genaue Beträge und Verfahren wurden nicht öffentlich bestätigt.

Andere Reedereien beobachten die Entwicklung genau

Auch andere Unternehmen wie das japanische Schifffahrts- und Logistikunternehmen NYK Line haben erklärt, dass sie die Situation nach der Ankündigung des Waffenstillstands genau beobachten.

Da Hunderte von Schiffen wochenlang stillstehen, sind die Opportunitätskosten durch Einnahmeverluste, höhere Versicherungsprämien und Liegegelder weiter gestiegen. Hierbei handelt es sich um Gebühren, die von den Betreibern erhoben werden, wenn ein Schiff länger als die vereinbarte Zeit in einem Hafen bleibt.

Selbst begrenzte Ströme während des vorübergehenden Fensters könnten es einigen Schiffen ermöglichen, den Golf zu verlassen und alternative Routen zu bedienen, wodurch die akkumulierten Verluste verringert würden.

Das Erfordernis einer militärischen Koordinierung und die Einführung neuer Gebühren führen jedoch zu weiteren Unsicherheiten und Komplexität, von denen die Betreiber kategorisch behaupten, dass sie gelöst werden müssen, bevor sinnvolle operative Entscheidungen getroffen werden können.

Die Situation bleibt unklar, da am Freitag in Islamabad umfassendere Gespräche beginnen sollen, bei denen die pakistanischen Behörden als Vermittler fungieren.

Vorerst deuten die bekannten Fakten eher auf eine streng regulierte, zweiwöchige Zugriffsfrist als auf eine sofortige Rückkehr zu Operationen vor dem Konflikt hin.

Reedereien und Energiemärkte werden die Entwicklungen weiterhin genau beobachten, um in den kommenden Tagen weitere Leitlinien zu erhalten.

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