Am Brandenburger Tor
Überraschungsact: Rapperin Ikkimel tritt beim CSD auf
23.07.2026 – 13:22 UhrLesedauer: 2 Min.
„Bikini Grell“, „Keta und Krawall“ und „Kink“: Rapperin Ikkimel tritt am Freitag beim Berliner CSD auf. Die provokante Künstlerin greift in ihren Texten oft queere Themen auf.
Fans des sogenannten „Fotzenraps“ können sich freuen: Die Berliner Rapperin Ikkimel wird am Freitag beim Demokratieabend des Berliner CSD auftreten. Das teilte der Veranstalter am Donnerstag mit. Als kurzfristig angekündigter Support-Act soll die Musikerin ein kurzes Set auf der Hauptbühne vor dem Brandenburger Tor spielen.
Wann genau Ikkimel auftritt, steht noch nicht fest. Besucherinnen und Besucher, die ihren Auftritt erleben möchten, sollten nach Angaben des CSD-Vereins frühzeitig kommen.
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Musikerin tritt ohne Gage auf
Wie alle Künstlerinnen und Künstler beim diesjährigen Berliner CSD werde auch Ikkimel ohne Gage auftreten, so der Veranstalter. Die Rapperin ist bekannt für ihre provokanten Texte über Drogen und Geschlechtsverkehr sowie für harte Techno-Betas. In ihren Liedern thematisiert sie unter anderem Queerness und Geschlechterrollen.
Der CSD-Verein bezeichnet die Musikerin als wichtige Stimme der queeren und der FLINTA*-Bewegung. Die Abkürzung steht für Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, nichtbinäre, trans und agender Personen.
„Zentrale Figur der queeren Bewegung“
„Ikkimel ist eine zentrale Figur der queeren Bewegung“, erklärte CSD-Vorständin Julia Miosga. Die Künstlerin habe insbesondere der FLINTA*-Bewegung zu größerer Aufmerksamkeit verholfen.
Der Demokratieabend findet in diesem Jahr erstmals am Freitag vor der großen CSD-Demonstration statt. Das Programm am Brandenburger Tor soll gegen 23 Uhr enden. Die Demonstration mit anschließender Abschlusskundgebung folgt am Samstag.
Fernsehauftritt löst geteilte Reaktionen aus
Erst Anfang Juli hatte Ikkimel mit einem Auftritt im ZDF-„Morgenmagazin“ für Aufsehen gesorgt. In der sogenannten WM-Arena präsentierte sie am frühen Morgen ihren Song „Fußballmänner“, in dem sie mit provokanten Textzeilen stereotype Männerbilder im Fußball aufgreift. Viele Zuschauerinnen und Zuschauer im Studio reagierten auffällig zurückhaltend.
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In den sozialen Netzwerken wurde die Performance anschließend kontrovers diskutiert: Einige Nutzer kritisierten den Auftritt, andere feierten ihn als bewusste Provokation.
