Erster Interessent für Accell

Rettung für insolventen Radhersteller?

12.08.2026 – 16:52 UhrLesedauer: 2 Min.

Babboe-Lastenräder prägen das Bild in vielen Städten wie hier in Düsseldorf (Archivbild): Für den insolventen Mutterkonzern Accell gibt es nun einen ersten Interessenten. (Quelle: IMAGO/Michael Gstettenbauer)

Radproduzent Accell ist insolvent. Nun gibt es einen ersten Kaufinteressenten. Der mögliche Investor ist in der Radszene kein Unbekannter.

Für den insolventen Radhersteller Accell mit bekannten Marken wie Babboe, Batavus, Winora, Ghost, Haibike und Raleigh deutet sich möglicherweise eine Zukunft an. Der irische Investor Quanta Capital zeigte Interesse an einer Übernahme des Unternehmens. „Wir prüfen ein Angebot, um die ganze Accell-Gruppe zu übernehmen“, teilte Quanta Capital nach einem Bericht des Senders NOS mit.

Hinter dem irischen Finanzinvestor steht Mel Sutcliffe. Der ehemalige irische Radprofi war in seiner Karriere im Peloton einst selbst auf einem Rennrad von Raleigh unterwegs.

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Accell hatte Anfang August seine Zahlungsunfähigkeit erklärt und in dieser Woche offiziell Insolvenz angemeldet. Die niederländische Unternehmensgruppe hatte vor allem während der Pandemie stark zugelegt. Damals stieg der Fahrradabsatz rasant. Vor allem E-Bikes waren gefragt.

Das lockte auch den US-amerikanischen Investor KKR. Allerdings brachen nach der Pandemie die Absatzzahlen ein. Auch Standorte in Deutschland waren betroffen. So wurde die Produktion im oberpfälzischen Waldsassen eingestellt.

Accell Germany hat seinen Sitz in Sennfeld nahe Schweinfurt, bekannt unter anderem durch Räder der Marke Winora. Winora hat eine große Tradition – das Unternehmen war 1914 von dem Radrennfahrer Engelbert Wiener gegründet worden.

Ex-Profi Sutcliffe engagiert sich auch karitativ

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In Boom-Zeiten zählte die Accell-Gruppe europaweit rund 3.700 Beschäftigte, derzeit sind es noch rund 1.900 Mitarbeiter. Produziert wird überwiegend in Rumänien und der Türkei.

Quanta Capital verfügt nach eigenen Angaben über rund zwei Milliarden Euro Kapital. Das Unternehmen ist überwiegend im Immobiliengeschäft aktiv. Doch machte Sutcliffe nach seiner Karriere als Rennprofi im Radgeschäft Karriere, seinen Raleigh-Vertrieb in Irland veräußerte er später an Accell. Eine konkrete Kaufsumme nannte der irische Interessent aber zunächst nicht.

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