Polin im Halbfinale

Qualifikantin gelingt Sensation bei den French Open

03.06.2026 – 13:30 UhrLesedauer: 1 Min.

Maja Chwalinska: Die junge Polin hatte vor den French Open wohl niemand auf dem Zettel. (Quelle: IMAGO/Burak Akbulut)

Aryna Sabalenka, Iga Świątek, Coco Gauff: Die Favoritinnen bei den French Open vor dem Start waren prominent, doch eine unbekannte Polin stiehlt aktuell allen die Show.

Aus der Quali ins Halbfinale: Der sensationelle Lauf der Polin Maja Chwalinska bei den French Open geht weiter. Die 24-Jährige stellte mit ihrem 7:6 (7:3), 6:3-Viertelfinalerfolg gegen die Russin Anna Kalinskaja in Paris das beste Ergebnis einer Qualifikantin seit Beginn des Profitennis 1968 ein. Zuletzt hatte die Argentinierin Nadia Podoroska das Kunststück im Jahr 2020 geschafft.

„Ehrlich gesagt weiß ich nicht, was gerade passiert“, sagte Chwalinska ungläubig: „Jedes einzelne Spiel hier ist irgendwie verrückt für mich. Ich bin sehr dankbar.“

Die Weltranglisten-114., die es erstmals überhaupt ins Hauptfeld beim Höhepunkt der Sandplatzsaison schaffte, überforderte Kalinskaja phasenweise mit ihrem variantenreichen Spiel. Mit 1,64 Metern Körpergröße und meist weniger kraftvollen Grundlinienschlägen als ihre Konkurrenz streut Chwalinska viele angeschnittene Slicebälle sowie Stopps, aber auch überraschende Netzangriffe ein.

Kalinskaja fand erst Ende des ersten Satzes ein Mittel gegen die Außenseiterin und holte noch einmal auf – doch Chwalinska bewies starke Nerven. Im zweiten Durchgang ließ die Polin dann keine ernsthaften Zweifel am Erfolg mehr aufkommen. Im Halbfinale trifft sie nun auf die Weltranglistenerste Aryna Sabalenka aus Belarus oder die Russin Diana Schnaider.

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