Ex-Verkehrsminister bald vor Gericht

Was macht Andreas Scheuer heute?

Aktualisiert am 29.05.2026 – 11:49 UhrLesedauer: 2 Min.

Andreas Scheuer (Archivbild): Der Ex-Minister hat sich aus der Politik zurückgezogen. (Quelle: Kay Nietfeld/dpa/dpa-bilder)

Ex-Verkehrsminister Scheuer hat sich aus der Bundespolitik zurückgezogen. Nun muss er sich vor Gericht verantworten. Was der CSU-Mann heute umtreibt.

Seit mehr als zwei Jahren hat sich der ehemalige Verkehrsminister Andreas Scheuer aus der Politik zurückgezogen. Nun steht der CSU-Mann bald vor Gericht – Grund dafür ist eine mögliche Falschaussage im Prozess um die gescheiterte Pkw-Maut. Die Zeit als Spitzenpolitiker holt den Niederbayern also wieder ein. Dabei hat er sich seit seinem Ausscheiden aus der Riege der Macht einige neue Standbeine aufgebaut.

Nach dem Ende seiner parlamentarischen Karriere konzentrierte sich Andreas Scheuer zunächst auf den Aufbau eigener Unternehmen – gegründet hatte er diese offenbar aber schon vorher. Laut dem Portal „Business Insider“ hat Scheuer bereits im Februar zwei neue Firmen angemeldet, die im Handelsregister einsehbar sind. Eine Firma soll er dabei mit seiner Frau Julia Reuss angemeldet haben. Mehrern späteren Berichten zufolge trägt die Firma den Namen Positanis Holding GmbH.

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Ziel der Firma soll „das Halten von Unternehmensbeteiligungen im eigenen Namen, auf eigene Rechnung und nicht als Dienstleistung für Dritte“ sowie die „Verwaltung eigenen und fremden Vermögens“ sein. Scheuer soll dabei als Geschäftsführer fungieren. Er selbst soll dabei 20.000 Euro, seine Frau 5.000 Euro Gründungskapital beigesteuert haben.

Ex-Verkehrsminister in der Autobranche tätig

In dem zweiten Unternehmen, der Tancredis GmbH, soll es um die „Erbringung von Unternehmensberatungsleistungen und zugehörige Dienstleistungen“ gehen. Auch diesem steht Scheuer als Geschäftsführer vor. Das Gründungskapital von mehr als 25.000 Euro soll wiederum über die neue Firma mit seiner Frau laufen.

Ein Autotransporter der Mosolf Gruppe: Andreas Scheuer ist dort als Fachbeirat tätig. (Quelle: IMAGO/Manfred Segerer)

Ferner trat Scheuer im Herbst 2023 in den Fachbeirat der Mosolf Group ein. Das Unternehmen gehört zu den führenden Dienstleistern in der Automobillogistik in Europa. Das berichtete zuerst der „Focus“. Scheuer bringt hier seine Expertise aus seiner Zeit als Verkehrsminister ein.

Rückzug aus der Kommunalpolitik

Neben seinen neuen beruflichen Aufgaben hat Scheuer auch in der Kommunalpolitik einen Schlussstrich gezogen. Im Oktober 2024 legte er sein Mandat im Passauer Stadtrat nieder, dem er seit 2002 angehört hatte. Der Rückzug erfolgte nach einer kontroversen Debatte über seine Ernennung zum stellvertretenden Rechnungsprüfer des Stadtrats.

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